Rüstig ist er – Johann Binder, der am Sonntag, 22. September, seinen 96. Geburtstag feierte. Monika Ebbinghaus, stellvertretende Bürgermeisterin, überreichte ihm eine Urkunde der Stadt Halver sowie eine Weinflasche mit der eingravierten Geschichte der Stadt als Geschenk. Nach dem Besuch im Eigenheim fand die Geburtstagsfeier im Rahmen der Familie im „Haus zum Nöckel“ in Schalksmühle statt.
Zu erzählen gab es viel bei der Familie Binder. In Bayern geboren und mit 18 dort verheiratet, kam Johann Binder 1957 nach Schalksmühle. Zwei Jahre später zog dann die Familie aus Bayern nach. Kurz nach der Hochzeit war auch schon das erste Kind unterwegs. Mit insgesamt sechs Kindern, elf Enkelkindern und neun Urenkeln gab es in der Familie immer viel zu erleben.
Briefträger und Briefmarkensammler
In Schalksmühle fand er schnell Arbeit als Briefträger in Karthausen. „Durch Wind und Wetter“ trug er die Post in der Nachbarschaft aus und das alles ganz ohne Auto. Passend zu seinem Beruf, sammelte er liebend gerne Briefmarken. „Er hatte damals ganze Schränke voll mit ihnen“, erinnern sich seine Kinder an die Ausmaße seiner Sammlung.
Sportlich aktiv war er außerhalb seines Berufes nicht. Dafür begleitete er seine Kinder gerne zu ihren Handballspielen und feuerte sie auf der Tribüne tatkräftig an. So haben diese im damaligen Verein TuS Oeckinghausen als Torwarte gespielt. Seit zwei Jahren wohnt er nun in seiner aktuellen Wohnung an der Südstraße in Halver. Auch heute ist er mit seinem Rollator immer noch mobil. So wird er zweimal die Woche von der Tagespflege im Haus Bethanien abgeholt, um den Tag mit ihnen zu verbringen. Egal ob Gesellschaftsspiele, singen, Gymnastik oder einfach entspannt einen Kaffee trinken, hier findet er immer eine Beschäftigung.
Während seiner Rente machte Johann Binder besonders gerne Urlaub in Bad Füssing in Bayern. Dort besuchte er häufig die nahegelegene Therme oder spazierte zu seinem Lieblingsrestaurant, um dort eine Suppe zu essen.









