Seit Tagen schon herrscht in Altena grün-weißer Ausnahmezustand. Nach fünf Jahren wird wieder Schützenfest gefeiert. Entsprechend groß ist die Vorfreude. „Wir sind ja ein bisschen sowas wie die Außenstelle“, erklärte der Zugführer. Große Teile des heutigen Kompaniegebietes lagen bis 1908 außerhalb der Stadt Altena und gehörten zur Gemeinde Kelleramt. Mit einer Gebietsreform, bei der einige Ortsteile der Stadt Altena zugeschlagen wurden und die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde entstand, wurde die Gemeinde Kelleramt aufgelöst. Doch auch heute noch gehören Schützen aus Opperhusen, Einsal und Wiblingwerde dazu – und es werden immer mehr. „Wir müssen heute auf jeden Fall noch einige Mützen taufen“, berichtet Sassenscheidt lachend.
Eine dieser Mützen gehört Sebastian Voigt. Er ist ganz neu dabei. „Ich komme ursprünglich aus Menden, da wird auch Schützenfest gefeiert. Natürlich anders als hier. Aber ich lasse es mal auf mich zukommen“, erzählt der Rennerder. Dass auch seine Mütze getauft wird, ist ihm bewusst. Das Ritual ist fester Bestandteil. Dabei wird Bier aus der Mütze getrunken. Erst dann ist der Schütze voll dabei. Beim Zug 5 geschieht das traditionell beim Kronenabend.
Passt denn ein Fest aus Altena ins Höhendorf? „Ja, ich finde schon und es freuen sich wirklich viele darauf“, sagt der Zugführer. Er sei überzeugt, dass im Höhendorf nicht weniger Euphorie herrsche. Am meisten freue er sich auf den Donnerstag: „Das ist immer ein besonderer Moment mit dem Kommers.“ Schützenbruder Jan Triches freut sich ein wenig mehr auf den Freitag: „Es ist schon toll, wenn die Züge einzeln zum Schießen ziehen.“ Apropos Schießen. Der Zug 5 ist in diesem Jahr erst spät dran. „Wir hoffen vielleicht noch auf einen Flügel“, erklärt Sassenscheidt.

Für die Nachrodt-Wiblingwerder geht es jetzt am Donnerstag weiter. Um 18.15 Uhr heißt es für alle Schützen „Antreten an der Linscheidstraße mit Spitze Stadtwerke“.
Von dort geht es dann um 18.30 Uhr in fünf Blöcken durch die Straßen: Linscheidstraße, Kleffstraße, Linscheider Bach (Bierpause beim „Kölschen Joe“), Friedhofstraße, Linscheidstraße, Lennestraße, stadtaufwärts bis zum Bungern. Dort steht dann der Große Zapfenstreich auf dem Programm bevor es von dort ins Festzelt zum Kommers geht.
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