Auch wer noch keine 16 Jahre alt ist, kann wählen und zwar bei den Juniorwahlen in der Humboldtschule Halver. Rund 160 Schüler der Klassen acht und neun durften in der Woche vor dem 9. Juni an die Wahlurne treten und erleben wie es ist Teil einer „lebendigen Demokratie“ zu sein. Das Ziel soll sein, den Schülern die Kraft des Wählens nahezubringen und sie auf echte Wahlen vorzubereiten.
Gemeinsam mit dem Projekt „Juniorwahlen“ in Berlin werden zum dritten Mal an der Humboldtschule Wahlen durchgeführt. Die Aktionen betreuen Christian Bockholt und Özge Kahraman, die mittlerweile ein eingespieltes Team sind. Sie begleiten die Klassen bereits seit der Bundestagswahl 2021 bei dem Prozess. In den Unterrichtsfächern Politik-Wirtschaft und Gesellschaftslehre wurden die Schüler ausführlich auf den großen Tag vorbereitet. Angefangen bei der grundlegenden Frage „Was sind Wahlen eigentlich?“, über das Lesen von Wahlprogrammen, bis zu der Erklärung was eine Demokratie ausmacht. Als weitere Hilfestellung diente auch der Wahl-O-Mat. „So konnten sich die Schüler ein umfassendes Bild von den einzelnen Parteien machen“, sagte Özge Kahraman.

Wie im echten Leben erhielt auch jeder Schüler eine Wahlbenachrichtigung, die ordnungsgemäß im Wahllokal abgegeben werden musste. Für einen reibungslosen Ablauf der Wahlen wurden in jeder Klasse zwei Wahlhelfer gewählt, die Stimmzettel ausgaben und Namenslisten abhakten. Alle Materialien wurden der Schule vom Projektpartner in Berlin zur Verfügung gestellt.

Die Ergebnisse werden vom gewählten Wahlvorstand am Nachmittag ausgezählt und dann an den Projektpartner in Berlin übermittelt. Zur Veröffentlichung wird es erst am Sonntag kommen, so Bockholt. Im Anschluss an die Wahlen werden in der nächsten Woche die Ergebnisse der Juniorwahlen in Verbindung mit den richtigen Europawahl-Ergebnissen besprochen und verglichen.












