Einen Tag brauchten die Initiatoren des Bürgerbegehrens Pro Interessenbekundung erst einmal, um die Enttäuschung über den Meinerzhagener Ratsbeschluss zu verarbeiten. Am Mittwoch gab Manfred Bauriedel bekannt, dass er und seine Mitstreiter sich weiter für das Herscheider Bürgerbegehren einsetzen würden. Den Montag bezeichnet er als „schwarzen Tag für die Region Ebbegebirge“.
Innerhalb von 14 Tagen habe man schon 315 Unterschriften gesammelt. Das sei ein klares Zeichen an die Politik, „dass sich die zahlenmäßige Mehrheit der Bürger nicht mit den Entschlüssen im Rat zufrieden gibt“. Ein weiteres Bürgerbegehren aus Reihen der Meinerzhagener Bevölkerung bleibe in den nächsten sechs Wochen abzuwarten. „So lange setzen wir uns weiter für das Bürgerbegehren in Herscheid ein.“
„Beteiligung der Bevölkerung wird untersagt“
Manfred Bauriedel verfolgte die Ratssitzung in Meinerzhagen am Montag (5. Februar) als Zuschauer. Ihn schaudere es, „mit welchen Negativszenarien die Bauernschaft Meinerzhagen ungebremst von jeglicher Realität und Fachkenntnis (…) in einem zwanzigminütigen Beitrag vor der Ratssitzung in Meinerzhagen das Interessenbekundungsverfahren Ebbegebirge niedergestampft“ habe. Die vom Land NRW gewünschte Beteiligung der Bevölkerung werde durch die Verhinderung der Interessenbekundung untersagt.
„Ein hemmungsloses Meinungsbild einseitig vorgetragen von Landwirten, die sich aktuell als Betroffene in Szene setzen, obwohl die Landwirtschaft milliardenschwere Subventionen von den Steuerzahlern erhält“, kritisiert Bauriedel. „Die Chancen werden ausgeblendet. Keine Stimme aus den Fraktionen zur Regionalförderung oder zum Umweltschutz, also zu den positiven Auswirkungen für unsere Region.“









