Schöpfer der Idee eines Breckerfelder Gemeinschaftsgartens ist Erich Korntheuer: „Wir können nicht immer auf die Politik warten wenn es um Klimaschutz geht, sondern wir können selbst aktiv etwas dazu beitragen.“ Zum Beispiel durch den Aufbau von Humus, sagt der passionierte Gärtner, der sich auch in Kitas und Schulen um Aufklärungsarbeit in Sachen Klimawandel bemüht.
Presbyterium gibt grünes Licht
Gemeinsam mit Ulrike Wippermann fragte Erich Korntheuer daher beim Presbyterium der Ev. Jakobuskirchengemeinde, der das Wiesengrundstück am Martin-Luther-Haus gehört, nach, ob diese einen Teil der Wiese für die Projektidee eines nachhaltig bewirtschafteten Gemeinschaftsgartens zur Verfügung stellen könne – und das Presbyterium stimmte zu.
Ideen von Bürgern erwünscht
„Nun geht es erst einmal darum, Ideen zu sammeln“, sagt Ulrike Wippermann. Dabei wollen die Initiatoren möglichst viele Breckerfelder einbeziehen: „Momentan ist das Projekt noch eine große Wundertüte“, lacht sie. Zum einen sei noch nicht abschätzbar, wie groß das Interesse seitens der Bürger ist, sich aktiv und ehrenamtlich im Gemeinschaftsgarten zu engagieren. Zum anderen erhoffe man sich auf der Infoveranstaltung weitere Inspirationen und Vorschläge zur Umsetzung, Bepflanzung und Bewirtschaftung der jetzigen Wiese: „Es gibt so viele Breckerfelder, die sich mit Obst- und Gemüseanbau super auskennen, wir sind für jede Anregung dankbar.“
Vor-Ort-Verkauf und Bundesgartenschau angedacht
Jugendreferent Stefan Pahlmann jedenfalls hat bereits signalisiert, dass er das Thema Gemeinschaftsgarten auf jeden Fall unterstützen werde: „Lasst uns die Kinder und Jugendlichen aktiv daran teilhaben.“ Des Weiteren sei auch eine Beantragung von Fördermitteln als Starthilfe für die Umsetzung angedacht sowie auch eine Kooperation mit dem LokalLaden Breckerfeld denkbar: „In Sachen Nachhaltigkeit macht es ja Sinn, die dort angebauten Obst- und Gemüseernten auch hier im Ort zu verkaufen – noch regionaler geht es ja nicht,“ so Wippermann.
Werde das Nachhaltigkeitsprojekt gut von den Bürgern angenommen, sei es auch vorstellbar, dass sich die Hansestadt als Mit-Austragungsort für die 2027 im Ruhrgebiet stattfindende Bundesgartenschau (BuGa) bewirbt: „Wir jedenfalls sehr euphorisch und voller Ideen“, schwärmt Ulrike Wippermann. „Hoffentlich können wir viele, viele Breckerfelder von ganz jung bis ganz alt von unserer Idee begeistern.“ Denn ein Gemeinschaftsgarten bedeute auch, dass möglichst viele unterschiedliche Alters- und Sozialschichten an einem Ort zusammenfinden, sich austauschen, von einander und über einander lernen und sich für die Natur vor ihrer eigenen Haustür verantwortlich fühlen.
Interessenten mit interessanten Ideen gesucht
Auf der Informationsveranstaltung am Mittwoch, 31. Mai, um 19 Uhr im Martin-Luther-Haus wollen Ulrike Wippermann und Erich Korntheuer das Projekt vorstellen und anschließend gemeinsam mit den Bürgern Schwerpunkte, Ideen und Wünsche für den Breckerfelder Gemeinschaftsgarten sammeln.










