Im Märkischen Kreis wurden im vergangenen Jahr nach ersten Schätzungen von IT.NRW 3280 Kinder geboren. Das waren 7,7 Prozent weniger Jungen und Mädchen als noch ein Jahr zuvor. 2022 wurden 3550 Geburten bei den Standesämtern zwischen Lenne, Hönne, Volme und Ruhr beurkundet. Beim Blick in die Nachbarkommunen zeigt sich, dass der Kreis Soest mit einem Rückgang in Höhe von 10,9 Prozent den höchsten Negativwert in der Region hat.
Dagegen konnte im Hochsauerlandkreis die Anzahl der Geburten fast gehalten werden – hier wurde nur ein Minus von 1,4 Prozent vom Statistischen Landesamt ausgewiesen.
156.300 Neugeborene in NRW
Nach ersten Schätzungen wurden im Jahr 2023 etwa 156.300 Kinder in Nordrhein-Westfalen geboren. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt weiter mitteilt, wären das im Vergleich zum Vorjahr rund 8200 bzw. 5,0 Prozent weniger Kinder (2022: 164.496 Lebendgeborene). Bereits im Jahr 2022 hatte es einen Geburtenrückgang von 6,2 Prozent gegenüber 2021 gegeben (2021: 175 386 Lebendgeborene). Die geschätzte NRW-Geburtenzahl im Jahr 2023 bewegt sich in etwa auf dem Niveau von 2014 (damals: 155.102 neugeborene Kinder). In den Jahren von 2015 bis 2022 wurden jeweils mehr Kinder geboren.
Höchster Rückgang in Düsseldorf
Für die meisten Kreise und kreisfreien Städte erwarten die Statistikerinnen und Statistiker für das gerade zu Ende gegangene Jahr 2023 niedrigere Geburtenzahlen als im Vorjahr. Die höchsten Rückgänge werden für Düsseldorf (−11,4 Prozent), Wuppertal (−11,2 Prozent) und Herne (−11,1 Prozent) prognostiziert. Der größte Anstieg der Zahl der Neugeborenen wird hingegen für Duisburg (+11,5 Prozent), Krefeld (+5,4 Prozent) und Leverkusen (+4,0 Prozent) erwartet.
Endgültige Ergebnisse erst 2024
Wie die Statistikerinnen und Statistiker mitteilen, stammen die genannten Daten aus einer Schätzung, die vom Statistischen Landesamt Nordrhein-Westfalen entwickelt und durchgeführt wurde. Das Schätzverfahren basiert auf vorläufigen Ergebnissen für 2023 sowie auf der Auswertung von Vorjahreswerten und ermöglicht lediglich Aussagen zur Zahl der Geburten. Endgültige Ergebnisse der Geburtenstatistik 2023 mit weiteren Angaben wie z. B. dem Alter der Mütter oder zu Mehrlingsgeburten stehen voraussichtlich im Juni 2024 zur Verfügung. (IT.NRW)









