Spätestens seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine haben sich die Energiepreise vervielfacht und von einer Normalisierung weit entfernt, teilt Fabian Ferber von der IG Metall mit. Energieintensive Branchen seien besonders betroffen. Der Energiebedarf in Betrieben dieser Branchen sei hoch, gleichzeitig steige der internationale Wettbewerbsdruck, weil die Energiekosten im Ausland günstiger sind, so Ferber.
Schon lange fordere die IG Metall eine gezielte Stützung der betroffenen Betriebe. Die politische Zielsetzung, die Energie künftig fast ausschließlich aus regenerativen Quellen zu erzeugen, sei noch lange nicht erreicht. „Bis dahin brauchen die energieintensiven Betriebe eine Brücke“, fordert Torsten Kasubke, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Märkischer Kreis. „Solange es nicht ausreichend grünen und günstigen Strom gibt, gibt es keine Alternative zu einem Brückenstrompreis. Alles andere wird dazu führen, dass Unternehmen noch stärker Jobabbau einplanen als bislang. Alleine in unserer Region hängt eine gute fünfstellige Zahl an Arbeitsplätzen in energieintensiven Betrieben. Die bisher eingebrachten Vorschläge der Bundesregierung reichen nicht aus. Da muss nun mehr kommen. Deswegen werden wir gemeinsam auch mit Arbeitgebern Zeichen setzen.“
Fabian Ferber, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Märkischer Kreis, ergänzt: „Alleine eine Fahrt quer durch den Kreis reicht aus, um sich des Ausmaßes dieser Frage bewusst zu werden. Die Infrastruktur für Wasserstoff und grünen Strom ist noch gar nicht vorhanden. Wir brauchen eine Lösung, damit die Betriebe die Zeit erreichen, in der diese Infrastruktur vorhanden sein wird. Der Weg von der Industrieregion im Grünen zur grünen Industrieregion muss gelingen – und nicht der Weg von der Industrieregion im Grünen zum großen Industriemuseum.“








