Christian Münch von der Südwestfälischen Industrie- und Handwerkskammer hatte in seinem Vortrag zum Thema Fachkräftemangel bereits die „weichen Standortfaktoren“ angesprochen. In Bezug darauf stellte Bürgermeister Michael Brosch mit den „Spielmäusen e. V.“ die Möglichkeit einer betrieblichen Kinderbetreuung betriebsübergreifend in Halver vor.
„Das zentrale Thema der kommenden Jahre wird sein: Wo bekomme ich Personal her?“, fragte Münch. Er stellte den zwölf anwesenden Wirtschaftsvertretern zwar keine fertige, allumfassende Lösung vor, gab jedoch zahlreiche Denkanstöße und Hinweise. Er verwies zudem auf verschiedene Angebote der SIHK, welche zu neuen Bewerbern führen können: „Alles was junge Leute mit Unternehmen zusammenbringt explodiert momentan“, resümierte er, was für den großen Bedarf spricht.
Sonja Pfaff von der Gesellschaft für Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis zeigte im Anschluss die Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz auf. Eines der drei deutschen EU-Innovationszentren befinde sich in Südwestfalen, sie ermunterte die Unternehmer, sich auch hier Anregungen und Ideen zu holen.
Zudem nutze Bürgermeister Michael Brosch die Möglichkeit, die drei neuen Fachbereichsleiter im Rathaus vorzustellen – LokalDirekt berichtete.
Im Anschluss offenbarte Brosch weitere Pläne: Da die Stadt Lüdenscheid 2026 die 100% Betreuungsquote mit ihren Kindertageseinrichtungen erreichen wird, werden Förderungen für private Anbieter gekürzt oder eingestellt. Dies betrifft auch den Verein „Spielmäuse“, der aktuell eine Betreuung für Zwei- bis Vierjährige in der Lüdenscheider Innenstadt bietet. Sowohl Michael Brosch als auch Monika Eckmann von den Spielmäusen überlegen, das Angebot in Folge darauf nach Halver zu verlagern. Diese Idee wurde im Rahmen des Unternehmerfrühstücks den Anwesenden vorgestellt. Lena Barz, persönliche Referentin des Bürgermeisters, betont jedoch, dass dies bisher lediglich eine grobe Idee ist, die man den Halveraner Unternehmen vorstellen möchte. Konkrete Planungen, etwa in Hinblick auf eine Immobilie als Standort, existieren noch nicht.









