Den besseren Start in die Begegnung erwischten die Gastgeber. Es dauerte immerhin sechs Minuten, bis die Gäste ihren ersten Treffer erzielten. Da stand es bereits 6:1 für die HSV. Zwar kamen die Gäste im Verlauf der ersten Halbzeit bis auf drei Treffer heran, aber die letzten 10 Minuten gehörten wieder der HSV. Bis zur Halbzeit erhöhte die Lakic-Sieben den Vorsprung auf fünf Tore zum 17:12.
Wer gedacht hatte, dass die Begegnung entschieden sei, sah sich getäuscht. Die Gäste aus dem Volmetal holten nach der Pause aufgrund ihrer kämpferischen Einstellung Tor um Tor auf, während bei der HSV nichts mehr gelang. Die Gastgeber benötigten zehn Minuten, um endlich den 18. Treffer zu erzielen. Den Kierspern und Meinerzagenern gelang in der 38. Minute sogar der Ausgleich zum 17:17. Nun wurde die Begegnung eine Partie auf Biegen und Brechen. Die Führung der HSV wurde immer wieder durch die Gäste ausgeglichen.
Außerdem machte sich in dieser Phase viel Hektik breit, zu der das nicht immer sichere Schiedsrichtergespann Clemens/Schäfer aus Drolshagen mit nicht immer nachvollziehbaren Entscheidungen beitrug. So gaben sie in der 57. Minute für eine rüdes Foul an Jakoby und in der 58. Minute für ein ebenso rüdes Foul an Kreikebaum lediglich je eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe gegen die Kiersper Plischka bzw. Sachs statt die in beiden Fällen erforderlichen Disqualifikationen auszusprechen. Kreikebaum verletzte sich bei der Aktion schwer und musste mit ausgekugelter Schulter ins Krankenhaus.
Zurück zum Spielgeschehen. Das Spiel war nun an Dramatik nicht mehr zu überbieten. In der 57. Minute glich Kierspe-Meinerzhagen zum 22:22. aus und erhielt in der 58. Minute einen Siebenmeter zugesprochen, nachdem vorher die HSV den Ball unnötig verloren hatte. Doch
Torhüter Paul Rahn, der eine überragende Partie bot, hielt den von Wilhelm Derksen geworfenen Strafwurf. Unter anderem hielt Rahn vier Strafwürfe und machte eine Reihe guter Möglichkeiten der Gäste zunichte.
Fabian Gerth war es in der Schlussminute vorbehalten, den Treffer zum Endstand von 23:22 zu erzielen.
In der zweiten Hälfte machte sich die HSV das Leben durch nervöses Agieren schwer. Neben Torhüter Rahn stach Jakoby bei seiner Rückkehr nach Verletzung hervor. Er erzielte fünf Treffer.
HSV Plettenberg/Werdohl: Buerger (1), Kreikebaum, Rose (1) Garcia Garcia, Mühlbauer (3), Traumüller (5), Rahn, Heuel, Rueger, Gerth (7), Middendorf, Heckel, Kettling (1), Jakoby (5)
SG Kierspe-Meinerzhagen: Bahrs, Thiede (2), Julius Derksen, Sachs (3), Pudor (5), Moeller, Wilhelm Derksen (3), Kopperberg (1), Ulbrich (3), Beinlich (1), Plischka (4), Fronzek, Schindler, Aniello









