Der Verein „Kinder von Tschernobyl" hatte für kommenden Samstag, 10. Januar, eine Hilfsgütersammlung angekündigt. Diese fällt witterungsbedingt aus.

„Leider müssen wir wegen der prognostizierten gefährlichen Wetterlage diese Sammlung absagen. Wir möchten weder unsere Spenderinnen und Spender noch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei dieser Wetterlage unterwegs wissen", erklärt Schriftführer Helmut Willnat.

Die nächste Hilfsgütersammlung findet am 7. Februar ab 10 Uhr in Kierspe, Vorth 2, statt. Eine Ersatzsammlung wird bis dahin nicht stattfinden, so Willnat auf LokalDirekt-Anfrage. Daher ist die kommende Sammlung um so wichtiger, betont er, denn „der nächste Hilfstransport startet ja erst, wenn wir den Lkw voll haben." Geplant ist, dass der Verein im Frühjahr das nächste Mal in das Kriegsgebiet fährt.

Auch die Feuerwehr Kierspe musste ihre Weihnachtsbaumsammlung am selben Tag wetterbedingt absagen.

Der Verein „Kinder für Tschernobyl" engagiert sich seit fast 30 Jahren dafür, Kindern in der Nähe des ehemaligen Atomkraftwerks in Tschernobyl ein besseres Leben zu ermöglichen. Auch heute gibt es noch Gebiete, die als besonders belastete Gebiete ausgewiesen sind und in denen es laut dem Verein „stark gehäuft Geburtsschäden, Hirntumore bei Kleinkindern, Nervenschäden, Krebsarten und allgemeine Immunschwäche" gibt. „Viele der gehäuft auftretenden Krankheiten sind ganz normale Krankheiten, für welche die Menschen wegen der Strahlenbelastung aber sehr viel anfälliger sind." In der Vereinsgeschichte haben die Ehrenamtler mehr als 1200 Gäste aus der Ukraine zu Erholungsurlauben in Deutschland begrüßen dürfen und über 300 Tonnen Hilfsmaterial in die Ukraine gebracht. Seit 2019 die bürokratischen Anforderungen für die Erholungsmaßnahmen stark gestiegen sind konzentriert sich der Verein auf die Hilfslieferungen in die Ukraine, die mit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 noch einmal deutlich wichtiger für die leidgeplagte Region geworden sind.