Die Gemeinde Herscheid wirbt um Fördermittel für die Modernisierung ihrer Sportanlage. Bei einem Ortstermin informierte sich die Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk (SPD) über das Vorhaben, das im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ eingereicht wurde.
Im Zentrum stehen die Erneuerung des Sportplatzes und ein neues Umkleidegebäude. Bürgermeister Uwe Schmalenbach betonte, dass die Finanzierung aus eigener Kraft nicht leistbar sei. Die Haushaltslage lasse keinen Spielraum für Investitionen dieser Größenordnung.
Der Zustand vor Ort unterstreicht den Bedarf. Die vorhandenen Umkleiden sind ausgelastet und organisatorisch unzureichend. Für den Spielbetrieb fehlen zudem geeignete Kapazitäten. Besonders deutlich zeigt sich das bei der Damenfußballmannschaft des TuS Herscheid, die mittlerweile in der Verbandsliga spielt. In den Wintermonaten weicht sie auf die Umkleiden des TC Wiesental aus – eine Übergangslösung, die nur außerhalb der Tennissaison funktioniert.
Hinzu kommt der bauliche Zustand der bestehenden Umkleiden. Diese entsprechen nicht mehr aktuellen Standards. Durch ihre Lage in einem Wohnhaus kommt es zudem regelmäßig zu Konflikten mit Anwohnern.
Die geplanten Maßnahmen sollen Teil eines Gesamtkonzepts sein, das auch die Sanierung der Laufbahn und der Zuschauerränge umfasst. Bettina Lugk sagte Unterstützung zu, verwies jedoch auf die starke Konkurrenz im Förderprogramm. Allein aus Lüdenscheid seien fünf Anträge gestellt worden. Dennoch sieht sie Chancen für Herscheid. Als einziger Sportplatz der Gemeinde habe die Anlage eine besondere Bedeutung. Zudem könne das Projekt Signalwirkung für kleinere Kommunen entfalten. Angesichts der hohen Nachfrage werde auf Bundesebene zudem über eine mögliche zweite Förderrunde diskutiert.
Die Gemeinde zeigt sich vorbereitet. Nach Angaben Schmalenbachs sind die Planungen abgeschlossen. Ein Baubeginn wäre unmittelbar nach Abschluss des Vergabeverfahrens möglich.










