Die "Kirche für Oberberg" expandiert nach Kierspe. Die freikirchliche Gemeinschaft mit sechs Standorten im Oberbergischen Kreis veranstaltet am 22. März im Pädagogischen Zentrum in Kierspe einen großen Gottesdienst als Startveranstaltung. "Wir erwarten rund 600 Leute", sagt Pastor Andreas Matievsky auf regen Besucherzustrom.
"Die Kirche für Oberberg gibt es schon seit über 20 Jahren", erklärt der gebürtige Kiersper. Nun möchte er auch in seiner Heimatstadt das freikirchliche Angebot verbreiten. Das Konzept der Kirche für Oberberg sieht dabei ein zweigeteiltes Angebot vor.
Gemeindekonzept vor Ort
"Wir bestehen aus vielen Lokalkirchen, die vor Ort sind", erklärt Matievsky. Jeden zweiten Sonntag veranstaltet er als Lokalpastor für Kierspe in Zukunft einen Gottesdienst in Kierspe. Diese Gottesdienste finden für den Anfang erst einmal im evangelischen Gemeindezentrum "Am Denkmal" statt. In den anderen Wochen findet der so genannte "Zentralgottesdienst" statt - die Mitglieder der einzelnen Lokalkirchen treffen sich dann für einen gemeinsamen Gottesdienst. Dieser findet üblicherweise in Gummersbach statt. Zur Gründung der neuen Lokalkirche in Kierspe hingegen kommen Gemeindemitglieder aus dem gesamten Oberbergischen Kreis nach Kierspe.
Grundsteinlegung 2024
"Als Kirche für Oberberg haben wir eine überregionale Vision - und leisten einen regionalen Beitrag. Um größer zu werden und gleichzeitig persönlich zu bleiben, gründen wir neue Lokalkirchen", erklärt der Gemeindevorstand. "Bereits im Jahr 2024 haben wir angefangen, uns zu treffen und für die Stadt zu beten. Zwei Jahre später starten wir mit eigenen Gottesdiensten", macht die Gemeinde Werbung für den Kiersper Standort.
Neben den laufenden Kosten wurde bereits jetzt über 10.000 Euro in den Kiersper Standort investiert, unter anderem für Tontechnik, Bildtechnik und Atmosphäre. Aktuell ist man laut Matievsky noch auf der Suche nach einem langfristigen Domizil in Kierspe. Die evangelische Landeskirche hingegen überlegt momentan an der Finanzierung ihrer Gotteshäuser. Im schlimmsten Fall sind zwei Kirchen stillzulegen.











