Besuch aus der Nachbarschaft auf Einladung der Freien Wählergemeinschaft (FWG): Der Halveraner Martin Hallbrügge, Energiesachverständiger der Verbraucherzentrale NRW, informiert in seinem Vortrag „Steck die Sonne ein – Einfach selbst Strom erzeugen“ die Bürger rund um sein Schwerpunktthema Balkonkraftwerke. Los geht’s um 18.30 Uhr im Pädagogischen Zentrum an der Otto-Ruhe-Straße.
Zunächst spricht Hallbrügge rund 45 Minuten über Solarstrom und was wirtschaftlich und technisch nötig sei, um selbst erzeugte Sonnenenergie ins Hausnetz einzuspeisen. „Der Bürger erhält außerdem Informationen zur Installation und Inbetriebnahme von Photovoltaikanlagen auf dem Dach und Stecker-Solargeräten auf Balkon und Terrasse. Er erfährt, worauf bei Handwerkerangeboten und Preisen zu achten ist und bekommt Tipps zur Überwindung von Hürden bei der Umsetzung“, so die FWG in ihrer Ankündigung.
FAQs zu Solarstrom
Auf den Vortrag folgt eine Fragerunde. Auch während des Vortrags könnten dem Referenten Fragen gestellt werden, verriet Georg Würth (FWG) gegenüber LokalDirekt und nennt die häufigen Anliegen von Solar-Interessierten: „Oft möchten die Leute wissen, ob eine Anlage bei der Ausrichtung ihrer Häuser sinnvoll ist, wie es mit einer Baugenehmigung aussieht und welchen Stromzähler sie brauchen. Unser Berater wird die Bürger an die örtlichen Fachmänner weiterverweisen – ohne Werbung zu machen.“
Besonders für Mieter seien Balkonkraftwerke interessant, da sie nicht über ein eigenes Hausdach verfügen, aber an ihrem Balkon ein Stecker-Solargerät installieren dürften. Wichtig sei das Einverständnis der Vermieter, da möglichweise Löcher in den Balkon für die Installation eines Balkonkraftwerks gebohrt werden müssen.
Nachrücker aus Fördertopf
„Der diesjährige Haushalt hat zum ersten Mal die Förderung von privater Solarenergie verankert. Wir hoffen, dass es das Angebot von 250 Euro auch im kommenden Jahr gibt – wenn es finanziell möglich ist. Die anderen Fraktionen ticken da ja nicht anders. Es gibt immer noch Anfragen nach dem Zuschuss“, so Würth.
Zwischen dem 1. Dezember 2022 und dem 30. Juni 2023 konnten Anträge für private Haushalte auf Förderung aus dem Umweltfonds gestellt werden. Bedingung: Balkonkraftwerk, Wärmepumpe und Co. kommen auf Kiersper Stadtgebiet zum Einsatz. Nach einer Genehmigung gibt’s einen Bonus von 250 Euro. Insgesamt standen rund 27.000 Euro im Fördertopf zur Verfügung. Die Gelder stammten aus der Fortführung der NRW-Billigkeitsrichtlinie für kommunale Klimaschutzinvestitionen. Im April galten die Mittel als ausgeschöpft, Nachrücken ist möglich, wenn Antragsteller von ihrer Genehmigung zurück treten.

„Jeder sollte eine Chance für eigenen Solarstrom bekommen, denn es lohnt sich: Eine Platte kann bis zu 400 Watt genieren. Mit 800 Watt laufen Kühlschrank, PC, Laptop und Kaffeemaschine gleichzeitig“, zeigt Würth auf. „Wenn die Watt-Zahl verbraucht ist, wird der Rest vom Stromanbieter übernommen.“ Laut Rechtsgrundlage seien 600 Watt erlaubt.
Der nächste Vortrag in der Gesamtschule mit Hallbrügge ist für Dienstag, 10. Oktober, ab 18.30 Uhr geplant. Das Thema: „Gebäudesanierung und Wärmedämmung“.
„Steck die Sonne ein – Einfach selbst Strom erzeugen„
Donnerstag, 24. August, 18.30 Uhr bis etwa 21 Uhr
Gesamtschule Kierspe: Pädagogisches Zentrum (PZ), Otto-Ruhe-Straße 2, 58566 Kierspe
Freie Wählergemeinschaft Kierspe (FWG) und die Verbraucherzentrale NRW
Vortrag und Frage-Runde
Ohne Ausschank
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