Zum Glück war der Starkregenschauer schnell vorbei: Als die Meinerzhagener Feuerwehr am Freitagnachmittag, 5. Mai, in Lengelscheid ihre Drehleiter in Stellung brachte, goss es wie aus Eimern. Doch die Wehrleute ließen sich davon nicht beirren, schließlich saß Katze Molly auf dem Dach eines Wohnhauses und kam nicht mehr herunter. Das Tier zu retten ist nicht so einfach und harmlos, wie es im ersten Moment klingen mag, denn dazu muss man sich ziemlich weit aus dem Korb herauslehnen. Obendrein war Molly die Sache mit der Rettung offenbar nicht ganz geheuer, weshalb sie erst im zweiten Anlauf klappte.

Nachdem die Katze mit festem Griff gepackt und in den Korb geholt worden war, sprang sie mit einem Satz wieder zurück aufs Dach. Der zweite Versuch klappte dann aber, und auf Molly wartete „Katzenmama“ Lisa Krauß mit einer Transportbox. Sie blieb bei der Rettung entspannt, sah aber keine Alternative dazu die 112 zu wählen. Schließlich saß die ein Jahr alte Katze schon seit dem Mittag auf dem Dach und kam nicht mehr herunter. Der Vater von Lisa Krauß hat auch eine Ahnung, wie der Stubentiger, der seit drei Monaten auch nach draußen darf, überhaupt in die missliche Lage geraten war: „Die muss über mehrere Dächer hinweg dorthin geklettert sein.“
Dank des gelungenen Einsatzes der Feuerwehr war es ein Abenteuer mit Happy End. Molly wird auch weiterhin herumstromern dürfen. Nach der Rettung im Regen sah sie aber erstmal aus wie ein begossener Pudel.









