Ein weiterer Schritt in Richtung Fusion ist getan: Nach Lüdenscheid, Schalksmühle und Herscheid stimmte am Mittwochabend, 22. Juni, auch der Halveraner Stadtrat einer Fusion der Sparkassen Lüdenscheid und Hagen-Herdecke zu – einstimmig bei zwei Enthaltungen seitens der Grünen.
Vor der Abstimmung hatte das Gremium die Möglichkeit, Sparkassenvorstand Thorsten Haering Fragen zum Zusammenschluss beider Bankhäuser zu stellen. Die Gelegenheit nutzte Marvin Schüle (CDU), der sich nach der Zukunft der Halveraner Geschäftsstelle erkundigte und ebenso erfragte, wie es um die finanzielle Versorgung der „starken Halveraner Industrie“ stünde.
Haering antwortete, dass es „keine konkreten Planungen“ für die Geschäftsstelle in Halver gebe, was er aber positiv zu verstehen wissen wollte. Das Ziel sei es nicht, zum 1. Januar 2029 die Geschäftsstelle zu schließen, nur weil die Garantie personenbesetzter Geschäftsstellen in allen Kommunen Ende 2028 auslaufe. Allerdings gebe es auch für keine Geschäftsstelle eine Bestandsgarantie. „Dort, wo Sparkasse drauf steht, muss auch Sparkasse drin bleiben“, gab sich Haering aber bedeutungsvoll.
Firmenkunden indes seien von einer Fusion ohnehin nicht betroffen, betonte der Vorstand. Die Pläne, den Geschäftskundenbereich in Zukunft nach Lüdenscheid verlegen zu wollen, „hätten schon länger in der Schublade gelegen“ und gingen nicht zuletzt auch auf personelle Engpässe zurück.
Ratsmitglied Martin Kastner (SPD) richtete sich mit einer Frage zum sozialen Engagement der Sparkasse an Thorsten Haering: „Bleibt das so? Können wir auf die gleiche Unterstützung für unsere Stadt hoffen?“ Einer doch längeren Pause Haerings folgte ein deutliches „Jein“. Der Gesamttopf werde größer, so der Vorstand, „es wird nur anders aufgeteilt vor Ort“. Im Klartext bedeutet das: Es wird mehr Ausschüttungen an die Stadt aber weniger Spenden an die Allgemeinheit geben.









