„Keine Zeit für schlechte Entscheidungen“ – das gibt die Verbraucherzentrale als Devise für alle aus, die unter den Folgen der hohen Energiepreise leiden. Damit sie gute Entscheidungen fällen können, wollen Energieberater Helge Pfingst und unabhängige externe Berater Interessenten alle Informationen an die Hand geben, die sie brauchen.
Für das Projekt haben die Verbraucherzentrale und Lea Schnippering, die Klimaschutzbeauftragte der Stadt Lüdenscheid, den Bezirk Tinsberg/Kluse ausgewählt. Er ist der mit Abstand am dichtesten besiedelte Stadtbezirk. Außerdem: „Bei den meisten Gebäuden sind große Einsparpotentiale vorhanden.“
Pfingst rechnet weiter damit, dass Gas weiter teuer bleibt, weil immer mehr Verbraucher beispielsweise auf Wärmepumpen umsteigen werden und die Kosten für den Einsatz fossiler Energien aufgrund der CO2 Bepreisung weiter steigen werden.
Unterschiedliche Beratungsformate
Das Angebot der Verbraucherzentrale wendet sich an Hauseigentümer sowie Mieterinnen und Mieter. Erneuerung der Heizung, Austausch alter Fenster oder Dämmmaßnahmen erfordern hohe Investitionen der Gebäudeeigentümer. Aber auch kleine, mit wenig Aufwand und Geld umsetzbare Sparmaßnahmen in der Mietwohnung können große Wirkung zeigen. „Was sinnvoll und effektiv ist, werden wir im Rahmen unterschiedlicher Beratungsformate erklären“, sagt Energieberater Helge Pfingst.
Angeboten werden Beratungsgespräche mit und ohne Termin im Quartiersbüro der Verbraucherzentrale an der Werdohler Straße 51. Dazu kommen aufsuchende Beratungen zur Gebäudesanierung. Sie dauern etwa zwei Stunden und kosten 30 Euro.
„Mit unserer Aktion möchten wir interessierte Haushalte im Bezirk dabei unterstützen, ihre ganz persönlichen Einsparmöglichkeiten herauszufinden“, sagt Viola Link, Leiterin der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Lüdenscheid. „So können wir alle ein positives Signal für mehr Klimaschutz setzen. Weniger CO2 und dafür mehr Wohnkomfort, das macht sich langfristig auch im Geldbeutel bemerkbar.“
Wie läuft die Beratung ab?
Bei der aufsuchenden Beratung zur Gebäudesanierung wird das Gebäude (Hülle und Haustechnik) durch einen Fachmann oder eine Fachfrau bei einem zweistündigen Rundgang unter die Lupe genommen. In einem schriftlichen Protokoll werden passgenaue Empfehlungen für die Sanierung und Tipps zum Thema Fördermittel geliefert. Interessenten können sich ab 20. April unter der Telefonnummer 02351/37 95 007 anmelden. Für Ratsuchende, die keine umfassende Beratung wünschen, sondern lediglich Antworten auf einige Fragern benötigen, werden während der Aktion wöchentliche Sprechstunden im Quartiersbüro an der Werdohler Straße angeboten (jeden Dienstag nach vorheriger Anmeldung unter der Telefonnummer 02351/37 95 007 sowie an jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat von 15 bis 18 Uhr ohne Voranmeldung.










