Um Elektromobilität in Halver als echte Alternative zu etablieren, bedarf es vor allem einer guten
Ladeinfrastruktur – und an dieser Stelle hat Halver Nachholbedarf, findet die Fraktion der Grünen. Mit einem Antrag möchten sie nun erreichen, dass die Stadtverwaltung mit den Eignern der großen Parkplatz-Flächen in Halver Gespräche aufnimmt, um die Errichtung öffentlicher E-Ladesäulen voranzutreiben.
„Aktuell gibt es im gesamten Stadtgebiet zwar 14 öffentlich zugängliche Ladeplätze für langsames Laden. Es fehlen jedoch Ladeplätze im westlichen Stadtgebiet sowie in Oberbrügge. Außerdem gibt es in der
gesamten Stadt keinen einzigen öffentlich zugänglichen Ladeplatz für schnelles Laden“, heißt es in dem Antrag, den die Grünen im Stadtrat am Montagabend, 11. Dezember, vorlegten.
Diese Lücken in der öffentlichen Ladestruktur erschwerten es Bürgern und Besuchern der
Stadt, ihr E-Auto innerhalb kurzer Zeit zu laden. „Ein echtes Ärgernis, wenn man bedenkt, wie schnell
die Verkaufszahlen für E-Autos steigen und wie viele Bürger Halvers in Mietwohnungen
wohnen und vermutlich wenig Möglichkeiten haben, eine eigene Wallbox zu installieren“, argumentiert die Fraktion. Auf lange Sicht werde die lückenhafte Ladeinfrastruktur ein schnellstmögliches Gelingen der Energie- und Verkehrswende in Halver verhindern, sind sich die Grünen sicher.
Der Vorschlag der Ratsfraktion lautet daher, auf dem Parkplatz am Kaufland, auf dem Parkplatz am REWE, auf dem Parkplatz am neuen Lidl, sowie auf dem Parkplatz am Bürgerzentrum oder an der AFG-Turnhalle öffentliche E-Ladesäulen zu errichten.
Das Ziel dieser Gespräche müsse sein, bis zum Ende des Jahres 2024 mindestens zehn neue öffentlich zugängliche Ladesäulen in Betrieb zu nehmen – davon sechs Ladesäulen für Hochgeschwindigkeitsladen mit mindestens 300 kw an verkehrsgünstigen Stellen – und somit vor allem den in Mietwohnungen lebenden Halveranern eine angemessene öffentliche Ladeinfrastruktur zu bieten, fordern die Grünen in ihrem Antrag an die Stadtverwaltung. Erst dann könne Elektromobilität eine echte Alternative darstellen. Daher bitten die Bündnisgrünen, dass die Stadtverwaltung als Gesprächsführer vorausgeht und die E-Mobilität gemeinsam mit den Stadtwerken und den lokal agierenden Einzelhandelsunternehmen voranbringt.
Die aktuelle Versorgungslage für E-Autos
Ladesäulen für langsames Laden
- 2 Ladeplätze 22 kw in Oeckinghausen bei Dohrmann – Mark-E
- 2 Ladeplätze 22 kw am Rathaus – Mark-E
- 2 Ladeplätze 22 kw am Kulturbahnhof – Mark-E
- 2 Ladeplätze 22 kw am Oesterberg Mark-E
- 2 Ladeplätze 22 kw in der Von-Vincke Str – Mark-E
- 2 Ladeplätze 22 kw bei Firma Pielhau in Anschlag – Ladenetz
- 2 Ladeplätze 22 kw am Kreisch – reev
Ladesäulen für Hochgeschwindigkeitsladen
keine
Ladesäulen für Hochgeschwindigkeitsladen im näheren Umfeld
- 16×150-300kw am Hellweg in Lüdenscheid – EnBW
- 2x150kw am McDonalds in Radevormwald – EWE Go
- 2x150kw bei Pirk Musterkarten im lndustriegebiet in Radevormwald – Compleo










