Die Stadt Halver erweitert ihr Grundstücksportfolio – jüngst konnte sie von der Erbengemeinschaft Wippermann sowie von Dr. Axel Wippermann als Teil der EG und als Privatperson Flächen erwerben. Kämmerer und Erster Beigeordneter Simon Thienel spricht von einem „umfangreichen Grundstücksgeschäft“ – insgesamt geht es um rund 175.000 Quadratmeter, die sich auf die Flächen im Bereich Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Grund und Boden sowie Teichflächen aufteilen.
Die Familie Wippermann habe in Halver somit alle in ihrem Besitz befindlichen Flächen an die Stadt Halver verkauft – lediglich eine Fläche werde Axel Wippermann behalten, so Thienel. Bereits am vergangenen Mittwoch, 15. Juni, wurde der Notarvertrag vom Hauptausschuss final genehmigt.
Die Gespräche zwischen der Erbengemeinschaft Wippermann und der Stadt sind nicht neu. Bereits 2020 hatte es Bemühungen gegeben, die Flächen für die Stadt zu erwerben, damals aber ohne Ergebnis. Simon Thienel: „Ich habe die Gespräche vor kurzem wieder aufgenommen und bin sehr froh, dass wir uns nun einigen konnten. Ich freue mich über meinen ersten gewichtigen Notarvertrag für Halver.“
Diese Flächen hat die Stadt Halver erworben:
Die erworbene forstwirtschaftliche Fläche erstreckt sich auf rund 150.000 Quadratmeter. Auf den Bereich Eichholz fallen davon 14.500 Quadratmeter; die Bereiche Hälversprung und Teiche am Hälversprung kommen auf rund 6.000 Quadratmeter, daran anschließend fallen die restlichen Flächen auf den Bereich hinter der Howarde, in die sich auch die 22.000 Quadratmeter landwirtschaftliche Fläche einpflegen. Hinzu kommen kleinere Flächen im Stadtgebiet. Den Bereich Grund und Boden bildet mit rund 1.500 Quadratmetern die Fläche „Ponywiese“, neben der Polizeidienststelle an der Frankfurter Straße.
Natürlich schließt sich unweigerliche die Frage an: Was hat die Stadt Halver vor mit dem neu erworbenen Eigentum? Simon Thienel spricht von „umfangreichen ökologischen und städtebaulichen Entwicklungsmöglichkeiten“. Was das bedeutet, erläutert er im Gespräch mit LokalDirekt.

Städtebaulich soll vor allem die „Ponywiese“ neben der Polizei genutzt werden, um die Erschließung des Wippermann-Geländes alsbald bis zum Kulturbahnhof voranzutreiben. Auf Investoren-Suche geht’s noch in diesem Jahr. Das Vorhaben, so Thienel, soll 2022 ausgeschrieben werden. Als zukünftige Wohnbaufläche könne er sich in „fernerer Zukunft“ das erworbene Flurgrundstück an der L892 gegenüber der Einmündung Marderweg vorstellen.
Mehrheitlich aber sollen die erworbenen Flächen ihre bisherige Bestimmung behalten und weiter land- und forstwirtschaftlich genutzt werden.
Etwas „Großes“ hat er mit den Teichflächen am Hälversprung vor. In Kooperation mit Klaus Brunsmeier vom Verein Heesfelder Mühle möchte er dort ein offizielles Naturschutzgebiet ausweisen. Die Teiche sollen erhalten und die Fläche weiter renaturiert werden. Das sei nicht nur ökologisch, sondern auch touristisch wertvoll, betont Thienel.
Ganz günstig war das Grundstücksgeschäft nicht. Ohne näher auf die Summe eingehen zu wollen, sprach Simon Thienel von einem „siebenstelligen Betrag“.









