Landrat Marco Voge freut sich über die Förderzusage aus Berlin, die am 27. November im Kreishaus in Lüdenscheid eingetroffen ist. Mit den Fördermitteln könnten nun auch jene Adressen im Märkischen Kreis mit Glasfaserhausanschlüssen versorgt werden, bei denen in den kommenden Jahren kein Netzbetreiber selbst aktiv wird, heißt es in der Mitteilung des Kreises.
Voge: „Vielen Dank an unsere Gigabitkoordinatoren für die super Arbeit und an die Städte und Gemeinden für die super Zusammenarbeit. Beim Thema Breitbandausbau machen wir weiter echte Fortschritte und sind auch bei diesem Förderaufruf vorne mit dabei. Immer mehr Haushalte, auch entlegene Lagen, werden an das Netz der Zukunft angeschlossen.“ Grundlage der Förderzusage sei die Gigabit-Richtlinie 2.0 des Bundes. Danach fördert der Bund den Breitbandausbau in Gebieten mit Adressen, für die kein Glasfaseranschluss oder ein Kabel-TV-Anschluss verfügbar ist. Nach erfolgreicher Ausschreibung sollen laut Kreis alle betroffenen Eigentümer vom Märkischen Kreis postalisch informiert werden.
Anhand eines Markterkundungsverfahrens und Branchendialogen wurden rund 2800 Adressen im Kreisgebiet identifiziert, die nun auf einen geförderten Glasfaseranschluss in den nächsten Jahren hoffen können. Die rund 2800 Adressen erstrecken sich über alle 15 Kommunen im Märkischen Kreis.Bevor es aber an den Ausbau gehen kann, warten nach Angaben des Kreises noch einige Formalitäten auf ihn. Die Bundesförderung decke 50 Prozent der kalkulierten Gesamtkosten ab. Daher müsse zunächst noch eine Zuwendung des Landes Nordrhein-Westfalen über rund acht Millionen Euro beantragt werden. Die Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis bringen demnach insgesamt rund 4,5 Millionen als Eigenanteil ein.
Außerdem sei ein europaweites Vergabeverfahren durchzuführen, um geeignete Netzbetreiber für den Ausbau zu finden. Dies werde einige Monate Zeit beanspruchen. Der geförderte Breitbandausbau im Märkischen Kreis soll mit Fördermitteln des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kommunen im Märkischen Kreis finanziert werden. Die Förderverfahren werden von den Gigabitkoordinatoren des Märkischen Kreises, Matthias Pohl und Thomas Hoheisel, begleitet. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen unterstützt und berät den Märkischen Kreis bei den Förderverfahren, heißt es in der Mitteilung.








