Der 9. November – ein Tag, auf den viele Ereignisse von Bedeutung für die deutsche Geschichte fallen, von der Ausrufung der Republik über den Hitlerputsch bis hin zum Mauerfall. Am Halveraner Gymnasium haben die Schüler der Jahrgangsstufe zehn eine interaktive Ausstellung rund um diesen Tag gestaltet.

Die Ausstellung nimmt Schüler und Interessierte mit auf einen Rundgang durch die Jahrzehnte: Angefangen im Jahr 1918 mit der Ausrufung der Republik über die Reichsprogromnacht im Jahre 1938 bis hin zum Tag der Wiedervereinigung im Jahr 1990.
Durch die Ausstellung, so erklärt Lehrerin Katharina Weller im Gespräch mit LokalDirekt, sollen die Schüler für die Geschehnisse der Vergangenheit noch einmal besonders sensibilisiert werden. Langeweile jedoch kommt auf dem Weg durch die Ausstellung nicht auf: An vielen Stellen gilt es Rätsel zu lösen, Videos zu schauen oder sogar die ethische Entscheidung zu treffen, ob ein Attentat auf Hitler verübt werden soll oder nicht. Unterstützung auf dem Weg durch die einzelnen Etappen bekommen die Schüler dabei auch von einer selbst entwickelten schulinternen Lern-App.

Entwickelt wurde die Ausstellung innerhalb von vier Wochen im Geschichtsunterricht von den Schülern der zehnten Klassen gemeinsam mit den Lehrerinnen Imke Otto, Katharina Weller, Franziska Renn, Arne Luft und Malte Biedermann. Unterstützt wurden sie von den Referendarinnen Franziska Böddeker, Vanessa Lorenz und Laura Büttner.

Im Laufe der Woche, so erklärt Imke Otto, sollen die Schüler des Gymnasiums in Kleingruppen die Gelegenheit bekommen, sich die Ausstellung anzusehen und zu erleben. Aber auch für alle anderen Interessierten öffnet sie ihre Pforten: Am Donnerstag, 9. November, zwischen 13.30 und 16.30 Uhr.

Auch Schulleiter Paul Meurer zeigt sich begeistert von der Aktion: „Ich bin froh und stolz, dass wir dieses Projekt in der Form so umsetzen konnten.“ Imke Otto ist ebenfalls überzeugt von der Ausstellung: „Wir können so ein ganzes Stück Geschichte erlebbar machen.“










