Die Städtische Adolf-Reichwein-Gesamtschule und der Verein Ge-Denk-Zellen 'Altes Rathaus' setzen gemeinsam ein Zeichen gegen Demokratiefeindlichkeit.
Die Städtische Adolf-Reichwein-Gesamtschule Lüdenscheid ist im Januar 2026 als erste Schule in Lüdenscheid dem Verein "Ge-Denk-Zellen-Altes-Rathaus-Lüdenscheid" offiziell beigetreten. Damit stärkt die Schule ihre seit Jahren bestehende enge und intensive Zusammenarbeit mit den Ge-Denk-Zellen und führt sie nun auf institutioneller Ebene fort.
Die Idee einer institutionellen Zusammenarbeit entstand bei der Verlegung der Stolpersteine für die Familie Ripp im November 2025. Um eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem historischen Hintergrund zu ermöglichen, stellte der Verein Materialien bereit und begleitete den Prozess beratend. Die Schüler übernahmen die Gestaltung der Stolpersteinverlegung. Sven Arriens als Schulleiter und Christian Bley als Vorsitzender des Vereins unterschrieben vor Ort in den ehemaligen Zellen des alten Rathauses die Beitrittserklärung.
Der Schritt soll noch einmal die Fortführung und Intensivierung gemeinsamer Aktivitäten zur lokalen Erinnerungskultur bekräftigen. Zugleich bekräftigt die Schule als "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" ihr Engagement gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Mit ihrem Beitritt möchte die Adolf-Reichwein-Gesamtschule ein deutliches Zeichen gegen Extremismus und Demokratiefeindlichkeit setzen. Nach dem Motto "Ohne die Vergangenheit zu verstehen, kann die Zukunft nicht erfolgreich gestaltet werden", werden zukünftig gemeinsame Projekte mit den Schülern weiter erfolgreich durchgeführt, mit dem Ziel einer gelebten Erinnerungskultur. Aktuell gibt es eine projektorientierte Zusammenarbeit in den Fächern Geschichte, Deutsch und Kunst mit dem Ziel einer gemeinsamen Entwicklung einer Graphic Novel, die anschließend öffentlich ausgestellt werden soll.
Dabei übernehmen die Schüler Verantwortung für eine aktive Erinnerungskultur. Sie erfahren, wie gesellschaftliche Verantwortung und demokratische Teilhabe konkret gelebt werden können und setzen ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung.









