Oft fallen sie ins Auge: Obstbäume am Wegesrand, deren gereifte Früchte offenbar nicht geerntet werden. Umso schöner die Idee, Früchte für den Verzehr oder die weitere Verarbeitung zu teilen. Die Stadt Meinerzhagen beteiligt sich ab diesem Sommer an der Ernteaktion „Gelbes Band“.
Das Prinzip ist so simpel wie sinnvoll. Denn es erlaubt das Pflücken und Aufsammeln von reifem Obst ausdrücklich. „Vielleicht haben es einige schon in anderen Regionen gesehen“, erklärt Miriam Folak von der Touristinfo die Initiative. „Wenn man ein gelbes Band um einen Obstbaum oder -strauch flattern sieht, dann bedeutet das, dass man – auch im Vorübergehen – ohne Absprache Obst für den eigenen Verbrauch ernten und mitnehmen darf.“
Somit signalisiert das Band, dass die Eigentümer damit einverstanden sind, wenn man Obst von ihren Bäumen pflückt. Wer sich als Baumbesitzer daran beteiligen möchte, kann in der Touristinfo das dort bereitliegende gelbe Band abholen und damit seie Bäume und Sträucher kennzeichnen. Natürlich sollte die Obsternte laut Stadt pfleglich vonstatten gehen – also nicht gleich mit einer Kettensäge zu Werke ziehen, um sich das Ernten zu erleichtern.
Zweifellos ist das Konzept eine Win/Win-Situation, da viele Baumbesitzer selbst nicht alles Obst verwerten können. „Es ist ganz einfach, macht Spaß und ist darüber hinaus eine Möglichkeit, etwas für eine bessere Lebensmittelverwertung zu tun“, fasst Miriam Folak die Aktion zusammen.
Sobald der Vorrat an gelben Bänder aufgebraucht ist, wird ein neuer Satz geordert. Dennoch: Ein Anruf zur Klärung, ob noch Material vorhanden ist, kann sinnvoll sein. Außerdem wird in der Touristinfo ein Blatt ausgehändigt, auf dem etwa auch die Verhaltensregeln zur Ernte nachgelesen werden können.









