Ein Gebäudebrand am Haunerbusch in Kierspe hat am Mittwochabend, 29. April, einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdiensten ausgelöst. Nach aktuellen Informationen wurden vier Personen schwer verletzt.

Update 23 Uhr:

Die Polizei korrigiert ihre Mitteilung vom frühen Abend: Entgegen erster Berichte ist der 21-Jährige schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Er befinde sich „in einem extrem kritischen Zustand“, so Marcel Dilling von der Pressestelle der Kreispolizeibehörde. Weitere Informationen zum Gesundheitszustand der anderen Betroffenen oder zur Brandursache sind bisher nicht bekannt.

Update 21 Uhr:

„Als wir eintrafen, sind wir sofort mit zwei Angriffstrupps ins Gebäude“, skizziert Einsatzleiter Mike Budde von der Feuerwehr Kierspe die ersten Minuten. Einer dieser Angriffstrupps hat eine Person in der Brandwohnung gefunden und ins Freie gebracht, wo sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen wurde. Diese werden auch von der Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph 3“ aus Köln unterstützt. Im Anschluss wurde der 21-jährige von den Rettungskräften in ein Krankenhaus transportiert.

Da in dem Mehrfamilienhaus rund 30 Personen wohnen, hat Einsatzleiter Budde früh das Stichwort auf „Feuer 2“ erhöhen lassen. Dadurch sind zusätzlich zu sämtlichen Löschzüge der Feuerwehr Kierspe auch eine Drehleiter aus Meinerzhagen im Einsatz. Aufgrund der Vielzahl der Betroffenen – insgesamt 14 Unverletzte, die sich im Gebäude befanden, sowie vier Verletzte – wurde zudem ein sogenannter „Massenanfall von Verletzten“ alarmiert. Zahlreiche Kräfte des Rettungsdienstes aus dem Märkischen Kreis und des Deutschen Roten Kreuzes sind vor Ort. Die Einsatzleitung wird durch den Leitenden Notarzt, den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst der Feuerwehr Lüdenscheid sowie Kreisbrandmeister Michael Kling unterstützt.

Für die Betroffenen steht zudem psychologische Hilfe an der Einsatzstelle bereit. Das eigentliche Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Brandwohnung selbst ist nicht mehr bewohnbar, ein Großteil der Nachbarn kann jedoch in seine jeweiligen Wohnungen zurückkehren. „Die haben wir gerade freigemessen“, erklärt Budde.

Er rechnet damit, dass der Einsatz bis etwa 22.15 Uhr dauert und die Straße auch so lange gesperrt bleibt.


Erstmeldung, 19.34 Uhr:

Die Feuerwehren aus Kierspe und Meinerzhagen sind vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber ist im Einsatz, um die medizinische Versorgung der Verletzten zu unterstützen.

Die Einsatzkräfte mussten mehrere Menschen aus dem Gebäude retten. Nach aktuellen Angaben der Feuerwehr Kierspe läuft bei einer Person eine Reanimation. Zum genauen Zustand der weiteren Betroffenen liegen derzeit noch keine gesicherten Informationen vor.

Das Feuer konnte inzwischen unter Kontrolle gebracht werden, die Nachlöscharbeiten dauern jedoch an. Die Ursache des Brandes ist bislang unklar.

Rettungskräfte in Einsatzkleidung beraten sich vor einem Rettungswagen mit dem Logo des Deutschen Roten Kreuzes am Einsatzort.
Zahlreiche Rettungskräfte sind am Glockenweg im Einsatz.
Foto: Maximowitz

Bericht folgt.