Wie andere Anbieter im ganzen Land, geben die Stadtwerke Lüdenscheid und die Mark-E die geforderten Gasumlagen an die Verbraucher weiter. Auch wenn dies mit einmonatiger Verzögerung geschieht – die neu eingeführte Beschaffungsumlage gilt bereits ab 1. Oktober -, bringt dies für alle Kunden eine mitunter kräftige Erhöhung mit sich. Die Energieanbieter prüfen die monatlichen Abschläge ihrer Kunden und führen Anpassungen durch.
Die neue „Gasbeschaffungsumlage“ in Höhe von 2,419 Cent pro Kilowattstunde (Ct/kWh), mit der eine kurzfristige Gasersatzbeschaffung ausgeglichen werden soll, wird definitiv jeder Kunde zahlen müssen.
Da sich die Handelspreise für den langfristigen Einkauf beim Gas in letzter Zeit weiterhin extrem erhöht haben, erfolgt für alle Verbraucher eine weitere Preiserhöhung: die bestehende „Gasspeicherumlage“ erhöht sich auf 0,059 Ct/kWh und die „Bilanzierungsumlage“ für Haushaltskunden auf 0,57 Ct/kWh und für gewerbliche Kunden auf 0,39 Ct/kWh. Für den Großteil der Mark-E- und Stadtwerke Lüdenscheid-Gaskunden bedeutet dies in Summe eine Netto-Preiserhöhung von 3,05 Ct/kWh.
Über die verschiedenen Verbrauchsfälle ergeben sich somit unterschiedliche Preisentwicklungen für den Gasverbrauch. So zahlt etwa ein Durchschnittshaushalt künftig im Tarif „Komfort Gas“ monatlich 30,6 Prozent mehr für Gas. Neben den Privatkunden erhöhen sich auch die Gaspreise für Gewerbekunden entsprechend.
Zu einer Preisentlastung könnte es dann kommen, wenn die von der Regierung angekündigte Reduzierung der Mehrwertsteuer beim Gas von derzeit 19 Prozent auf 7 Prozent greift. Sobald diese verbindlich umgesetzt ist, soll diese Senkung – laut Energieanbieter – komplett an die Kunden weitergeben werden. Spätestens Ende Oktober sollen die Kunden von ihren Anbietern ein separates Anschreiben erhalten.
Strompreisentwicklung
Obwohl sich auch beim Strom die Handelspreise für den langfristigen Einkauf massiv erhöht haben – 16 Prozent der Stromgewinnung erfolgt durch Gas -, bleiben die Preise stabil. Die Anbieter führen das auf ihre „langfristige Beschaffungsstrategie“ zurück.
Laut Energieanbieter profitierten die Kunden zwischenzeitlich sogar von einer Preissenkung. Der Grund: der von der Bundesregierung beschlossenen Wegfall der „EEG-Umlage“ mit Wirkung zum 1. Juli 2022. Mark-E und die Stadtwerke Lüdenscheid kündigen zudem an, die stetig preiserhöhenden Effekte nicht mehr lange kompensieren zu können. Deshalb müsse sich der Kunde „in absehbarer Zeit auch beim Strom auf eine spürbare Preiserhöhung einstellen“.
Kunden, die ihren Abschlag schon jetzt proaktiv anpassen möchten, können dies via Internet – über die hinlänglich bekannten Online-Center, per E-Mail oder telefonisch erledigen.
Online-Center Stadtwerke Lüdenscheid
Mail – Stadtwerke Lüdenscheid: [email protected] bzw. [email protected]
Mail – Mark-E: [email protected] bzw. [email protected]
Stadtwerke Lüdenscheid telefonisch unter: Service-Hotline 0800 – 157 1000
Mark-E telefonisch unter: Service-Hotline 0800 – 123 1000
Auch über den neuen WhatsApp-Messenger können die Kunden ihren Zählerstand durchgeben. Hierzu fügen sie Mark-E/Stadtwerke Lüdenscheid als neuen Kontakt in Ihrer Kontaktliste mit der Nummer 02331.123-29881 (Mark E) bzw. 02351.157-29882 (Stadtwerke Lüdenscheid) hinzu. Anschließend den Chat starten, die Optionen auswählen und den Zählerstand eintippen. Alternativ können die Kunden auch ein Foto von Ihrem Gaszähler versenden. Hierbei müssen die Zählernummer und Verbrauchsanzeige gut erkennbar sein.








