Bewegung, Gespräche und neue Ideen: Anlässlich des Internationalen Frauentags hatte die Ideenwerkstatt am Sonntag, 8. März, zu einem unter dem Motto „Rise — Vision — Inspire“ zu einem besonderen Nachmittag ins Stadtmuseum eingeladen. Mehr als 30 Frauen folgten der Einladung — und erlebten ein abwechslungsreiches Programm aus Bewegung, Kreativität und Austausch.

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Mit Bewegung in den Nachmittag

„Die Resonanz war megagut“, berichtet Mitorganisatorin Amelie Clever von der Ideenwerkstatt. Auch ihre Mitstreiterinnen Irina Roß, Kathrin Kurzbach-Neumann und Janina Clever ziehen ein rundum positives Fazit. „Es herrschte eine ganz, ganz krasse Energie im Raum“, sagen sie.

Der Auftakt stand unter dem Motto „Rise“. Unter der Anleitung von Yogalehrerin Melissa Dautzenroth vom Breckerfelder Studio „Why not Yoga“ starteten die Teilnehmerinnen mit einer Mischung aus Tanz und Yoga. Das etwa halbstündige Bewegungsformat sollte dazu einladen, Energie zu sammeln, Gefühle wahrzunehmen und auch einmal bewusst loszulassen. „Sie hat uns richtig eingeheizt — mit Powerdancing und gleichzeitig auch viel Sanftheit“, erzählt Amelie Clever. „Es ging darum, einfach mal alles abzuschütteln, aber auch innezuhalten und zu spüren, was gerade da ist.“

Yogalehrerin Melissa Dautzenroth (vorne im Bild) stimmte die Teilnehmerinnen mit einem Mix aus Powerdancing und entspannenden Einheiten auf den Nachmittag ein.
Foto: privat

Visionen sichtbar machen

Nach der aktiven Einstimmung ging es kreativ weiter. Unter dem Programmpunkt „Vision“ gestalteten die Teilnehmerinnen Collagen aus Bildern, Worten und Symbolen, um die persönliche Ziele und Wünsche sichtbar machen.

An kleinen Gruppentischen arbeiteten die Frauen zunächst für sich, bevor sie ihre Ideen miteinander teilten. Dabei entwickelten sich schnell intensive Gespräche. „Damit wollten wir gar nicht wieder aufhören“, berichten die Organisatorinnen lachend. „Es haben sich so viele interessante und intensive Gespräche ergeben.“

Ideen sammeln, Ziele und Wünsche visualisieren — auch das war Inhalt der Veranstaltung.
Foto: Ideenwerkstatt Breckerfeld

Inspiration aus Handwerk und Engagement

Den Abschluss bildete ein Interview mit der Gitarrenbauerin Paulina Pruscini. Sie gehört zu den wenigen Zupfinstrumentenmacherinnen in Deutschland und engagiert sich zudem im Hagener Verein „Wir für Wehringhausen“.

Pruscini berichtete von ihren Erfahrungen aus Handwerk und Ehrenamt sowie von Projekten wie Erzählcafés und selbstorganisierten Kneipen, die Begegnungen im Stadtteil fördern sollen. Die anschließende Gesprächsrunde lud die Teilnehmerinnen dazu ein, Fragen zu stellen und eigene Ideen für Breckerfeld einzubringen.

Raum für Begegnung

Zwischen den Programmpunkten blieb immer wieder Zeit für Gespräche, Netzwerken und kleine Pausen. Bei Kuchen und Fingerfood nutzten viele Frauen die Gelegenheit, sich kennenzulernen und auszutauschen. „Um die Bewirtung kümmerte sich Nina Schülken vom Kulturamt — wofür wir ihr sehr dankbar sind“, betonen die vier „Ideenwerkstattfrauen“.

In der Abschlussrunde hätten viele Teilnehmerinnen betont, wie sehr sie den Nachmittag genossen hatten. Die Veranstaltung habe auch deutlich gemacht, wie vielfältig das Engagement von Frauen in der Stadt ist. „Wir haben gemerkt, was Breckerfeld doch für tolle Frauen hat — und waren erstaunt, wie vielfältig es ist, was sie so alles machen“, sagen die Organisatorinnen.

So vielfältig die Eindrücke des „Weltfrauentag-Specials“ auch waren, ein Eindruck lautete am Ende bei vielen Teilnehmerinnen gleich: „Irgendwie war die Zeit viel zu schnell vorbei.“