Wenn die Mitglieder der Freiwillige Feuerwehr Breckerfeld zu ihrer Jahresdienstbesprechung zusammenkommen, geht es nicht nur um Zahlen und Berichte, sondern auch um Gemeinschaft, Dank und einen Blick in die Zukunft. So auch am Freitagabend, 6. März, als sich die Wehrleute im Martin-Luther-Haus trafen, um gemeinsam auf das Jahr 2025 zurückzublicken.

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174 Einsätze im vergangenen Jahr

Wehrleiter Andreas Bleck begrüßte Mitglieder der Einsatz-, Unterstützungs- und Ehrenabteilung sowie der Jugendfeuerwehr. Auch zahlreiche Gäste waren gekommen, darunter Bürgermeister André Dahlhaus, der Präsident des Kreisfeuerwehrverband Ennepe-Ruhr, Michael Willms, sowie Vertreter benachbarter Feuerwehren und verschiedener Organisationen.

In seinem Bericht stellte Bleck die Zahlen des vergangenen Jahres vor. Insgesamt 174 Mal rückten die ehrenamtlichen Feuerwehrleute im Jahr 2025 aus — deutlich öfter als im Vorjahr mit 131 Einsätzen. Darunter waren 25 Brände und 103 technische Hilfeleistungen. Hierzu zählten unter anderem 16 Verkehrsunfälle, 18 Einsätze nach Sturm- oder Wasserschäden sowie 33 Ölspuren.

Der einsatzreichste Monat war der Januar mit 28 Alarmierungen, während der Oktober mit sieben Einsätzen vergleichsweise ruhig verlief. Auch der Wochenbeginn scheint für die Feuerwehr besonders arbeitsreich zu sein: Der Montag lag mit 33 Einsätzen an der Spitze, dicht gefolgt vom Freitag.

Als Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Breckerfeld präsentierte Andreas Bleck die Einsatzbilanz für das Jahr 2025.
Foto: Satur

168 Mitglieder engagieren sich für die Stadt

Insgesamt zählt die Feuerwehr Breckerfeld derzeit 168 Mitglieder. Davon gehören 107 der Einsatzabteilung an, acht der Unterstützungsabteilung, 28 der Jugendfeuerwehr und 25 der Ehrenabteilung.

Personell gab es im vergangenen Jahr einige positive Entwicklungen. Der Löschzug Breckerfeld konnte vier neue Mitglieder begrüßen, die Löschgruppe Delle sechs und die Löschgruppe Zurstraße drei. Besonders die Nachwuchsarbeit mache Hoffnung: „Letztes Jahr habe ich gesagt, ich hoffe, wir sehen bald Licht am Ende des Tunnels“, erinnerte Bleck. „Gerade mit Blick auf die Jugendfeuerwehr kann ich heute sagen: Das Licht ist an.“

Neben dem Personal spiele auch die Ausstattung eine wichtige Rolle: „Für Ersatzbeschaffungen nach Einsätzen sowie weitere Materialien mussten im vergangenen Jahr rund 176.000 Euro aufgebracht werden. Für Personalaufwendungen — etwa für Führerscheinlehrgänge, Aus- und Fortbildungen sowie Schutzkleidung — kamen weitere rund 69.000 Euro hinzu“, berichtete Bleck.

Als „persönliches Highlight“ des Jahres bezeichnete er die Auftragsvergabe für ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF 3000), das voraussichtlich 2028 an die Löschgruppe Zurstraße ausgeliefert werden soll. Auch die Auszeichnung der Löschgruppe Delle beim Leistungsnachweis sowie die Besetzung einer wichtigen Position in der Nachwuchsarbeit wertete er als positive Entwicklungen: "Mit Natascha Moritz konnte das Amt der stellvertretenden Stadtjugendfeuerwehrwartin nach einem halben Jahr Vakanz endlich wieder besetzt werden."

Investitionen in Technik und Ausstattung

Ein wichtiges Thema des Abends war auch die Ausstattung der Feuerwehr. Bürgermeister Dahlhaus erinnerte in seinem Grußwort an mehrere Investitionen in die Sicherheit der Stadt. Besonders lange hatte die Feuerwehr auf eine neue Drehleiter gewartet. „Umso größer ist die Freude, dass sie jetzt endlich ausgeliefert wurde“, sagte er. Allerdings müsse der Hersteller Magirus noch eine technische Revision durchführen, sprich: etwas nachbessern, was den Kameraden erst bei Übungen mit dem Fahrzeug aufgefallen war.

Privatperson sponsert Fahrzeug

Zudem sorgte eine großzügige Spende für Freude: Eine Privatperson finanzierte der Jugendfeuerwehr ein eigenes Mannschaftstransportfahrzeug. „Das ist eine großartige Unterstützung für unsere Nachwuchsarbeit“, betonte Dahlhaus.

Ein weiterer wichtiger Schritt war die Einstellung des ersten hauptamtlichen Gerätewarts, Björn Maslowski zum 1. Dezember 2025. „Das hilft uns sehr, gerade weil die Tagesverfügbarkeit der ehrenamtlichen Einsatzkräfte schwieriger geworden ist“, erklärte der Bürgermeister. „Viele Kameradinnen und Kameraden arbeiteten außerhalb der Stadt.“

Zusammenarbeit im Kreis

Auch der Präsident des Kreisfeuerwehrverbands, Michael Willms, blickte in seinem Grußwort auf ein bewegtes Jahr zurück. „2025 war ein intensives Jahr“, sagte er mit Blick auf Veränderungen im Präsidium des Verbandes. Gleichzeitig hob er die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren im Kreis hervor. Netzwerktreffen etwa für die Strömungsretter oder für die Betreuer der Kinder- und Jugendfeuerwehren hätten den Austausch gestärkt. Willms dankte insbesondere Wehrleiter Bleck für die Unterstützung der Verbandsarbeit. Dieser übernahm mit den Worten: „Feuerwehr ist Mannschaftssport, das gilt auch im Kreis“, betonte Andreas Bleck. „Die Aufgaben werden immer mehr — aber gemeinsam bewältigen wir sie.“

Ein großer Teil der Breckerfelder "Feuerwehrmannschaft" war zur Jahresdienstbesprechung erschienen.
Foto: Satur

Ehrungen, Beförderungen und ein humorvoller Abschied

Traditionell standen auch zahlreiche Beförderungen und Ehrungen auf dem Programm. Zur Feuerwehrfrau wurde Stefanie Dürr ernannt, zum Feuerwehrmann Dennis Kolb, Bjarne Petrat, Lukas Werthmann und Carl Julian Dahlhaus. Dominic Butsch, Armin Froelich und Laura Siebald-Ullrich wurden zu Oberfeuerwehrleuten befördert. Justus Bergermann ist nun Unterbrandmeister, Florian Kreißl Brandmeister und Caner Ercosman Oberbrandmeister. Robin Wilks erhielt den Dienstgrad Brandinspektor.

Für 25 Jahre Dienst in der Feuerwehr wurden Andreas Hein und Fabian Siebert ausgezeichnet. Wehrleiter Bleck selbst wurde für 40 Jahre Engagement geehrt.

Brandinspektor Norbert Lohoff hielt die Laudatio für Andreas Bleck (r.).
Foto: Satur

Zwei langjährige Kameraden verabschiedeten sich auf eigenem Wunsch aus dem aktiven Dienst: Frank Brühl und Thomas Hölschen wechselten in die Ehrenabteilung. Über Brühl sagte Bleck: „Er war mehr als 40 Jahre für die Feuerwehr vor Ort, immer offen und ansprechbar und lange Zeit auch Vertrauensperson im Löschzug Breckerfeld.“

Bürgermeister Dahlhaus fand für Hölschen humorvolle Worte: Nach 42 Jahren wechsle an der Ausgehuniform nun das Lackband der Mütze zur Kordel. „Man könnte sagen: Der Lack ist nun ab, lieber Thomas“, sagte er lachend.

Blick nach vorn

Auch für die kommenden Jahre hat sich die Feuerwehr Breckerfeld einiges vorgenommen. Dazu gehören Überlegungen zur Weiterentwicklung des Standorts Delle und die Gewinnung neuer Mitglieder. „Auch müssen wir innerhalb der Truppe Führungspotenziale erkennen und gezielt entwickeln“, forderte Bleck.

Zudem rücke der Bevölkerungsschutz stärker in den Fokus, etwa durch die Einrichtung sogenannter Notfallinformationspunkte: „Der jahrzehntelange Abbau im Zivilschutz wird derzeit wieder hochgefahren. Wie wichtig das ist, sehen wir täglich in den Nachrichten“, so Bleck. "Mit Blick auf das Jahr 2028 laufen zudem bereits erste Gedanken zur großen Feier: Dann wird die Feuerwehr Breckerfeld 150 Jahre alt."

Zum Abschluss richtete der Wehrleiter noch einen besonderen Dank an Menschen, die in keiner Statistik auftauchen, und dennoch von unschätzbarem Wert seien: "Unsere Partnerinnen, Partner und Familien. Ohne ihr Verständnis und ihre Unterstützung wäre unsere ehrenamtliche Arbeit nicht möglich.“