Andreas Rebers – vielen aus diversen TV-Sendung wie etwa „Nuhr im Ersten“ bekannt – bot eine gelungene Mischung aus munteren Kindheitserinnerungen (etwa über seinen Onkel Dolf, und dessen bein-, arm-, auge- und ohrlosen Verwandten und Freunde), Nachbarschaftserzählungen („Frau Hammer, geborene Sichel“), scharfer Gesellschaftskritik, rüder Politikverdrossenheit und witzigen Songs – gnaden- und manchmal auch schamlos.
Viele krankhafte Auswüchse der Gesellschaft nahm er sich vor, wetterte über Politiker, die Kirche, das Gendern („Liebe Menschen und Mensch:Innen“), den „Kälte-Corona-Klima-Winter“, schmiss manchmal auch zusammenhanglos Parolen wie „Ohne Mampf, kein Kampf“ in den Saal, rügte Putin, machte sich über Annalena Baerbock und deren grammatikalischen Aussetzer lustig („Es reicht nicht, dass man nichts zu sagen hat, man muss sich auch nicht ausdrücken können.“) und überzeugte immer wieder mit Sprüchen wie „Wer an die Fleischtöpfe der Macht will, muss opportunistisch sein“ oder scharfen Spitzen wie „Wenn ich Woelki sehe, denke ich an Hello-Kitty-Unterwäsche“.
Darüber hinaus bewies sich Rebers an Keyboard und Akkordeon auch als hervorragender Musiker, indem er zwischendurch einige Songs und instrumentale Intermezzi zum Besten gab.
„Ich sag jetzt Du zu Sie, im zweiten Teil“, hieß es nach der Pause. Weiter ging es mit einem Beitrag über Handys („Das ist die eigentliche Pandemie!“) und die „asozialen Medien“. „Erdolf aus Ankara“ war eine Erwähnung wert, Hitler wurde ebenso persifliert wir Herbert Grönemeyer. Erstaunlich auch, wie er immer wieder bereits erzählte Anekdoten neu in eine weitere Geschichte einzuflechten verstand. Die Besucher bogen sich oft vor Lachen und forderten gleich zwei Zugaben, zu denen der gut gelaunte Künstler auch gerne bereit war.









