„Dieser Baum soll für Lehrerparkplätze weichen.“ In Valbert wird Unmut laut gegen Pläne, dass ein Apfelbaum an der Grundschule Parkplätzen weichen soll.

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„Gerade in diesen Zeiten ist es eine Schande, weitere Flächen zu versiegeln“, heißt es auf einem Social-Media-Profil. Andrea Hengstenberg verweist darauf, dass der Baum ein gelbes Band trägt, das als Zeichen dafür gilt, dass die Früchte für den Eigenbedarf geerntet oder gesammelt werden dürfen. Die Aktion geht auf eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zur Förderung von Nachhaltigkeit zurück, deren Ziel es ist, Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken.

Bislang hätten Schüler „von dem Angebot reichlich Gebrauch gemacht“, hat Andrea Hengstenberg beobachtet, die auch Äpfel zum Mitnehmen unterm Baum bereitgelegt hatte. Dass ausgerechnet „ein solcher Naschbaum für leere und versiegelte Parkplätze weichen soll“, empfindet sie als Rückschritt.

Dass sich nach den Erfahrungen mit Rekordtemperaturen und Hitzewellen in diesem Sommer Widerstand regt, verwundert nicht. Bäume spenden Schatten und verbessern durch ihre Verdunstung das Kleinklima. Während Bäume und Schatten als Beitrag zur Klimaresilienz an Bedeutung gewinnen, soll hier ein Baum Parkplätzen weichen – und damit dem Klimaschutz entgegenwirken.

Valberts Ortsvorsteher Hans-Gerd Turck (CDU) sieht „keine Möglichkeit, Autos abzustellen“. Er habe mitgekriegt, „dass Leute dagegen sind, dass der Baum gefällt werden müsste“, sagte er auf Anfrage. Es „gibt Situationen im Leben, da muss es sein“. Zudem sei man in der Verwaltung „darauf bedacht, keinen Baum unnötig zu fällen“.

Andrea Hengstenberg und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter sind davon nicht überzeugt. Sie haben an dem Baum ein Schild angebracht: „Ich will nicht sterben.“