Die Saison ist eröffnet. Auf der Theke seiner kleinen Erdbeerbude platziert Norman Hedderich eine Schale nach der anderen. „Wie die duften“, sagt eine Kundin und sucht sich eine Portion mit den süßen Früchten aus. 4,50 Euro kostet die 500-Gramm-Schale aktuell.

Immer wieder halten Autos, kommen die Menschen zu Fuß. Dass es an der Von-Vincke-Straße nun wieder Erdbeeren gibt, spricht sich herum. Seit drei Tagen öffnet Hedderich morgens um 10 Uhr seine Bude – immer bis etwa 18.30 Uhr steht er hinter der Theke.
Und wo kommen die Erdbeeren her? Das ist der Part von seiner Freundin Sandra Barletta. Früh morgens fährt sie ins etwa 90 Kilometer entfernte Bergheim, um die beliebten Früchte einzukaufen. Direkt vom Bauern. Vom Feld, ins Auto, nach Halver. Das Verkaufen übernimmt dann Norman Hedderich. Teamwork. An manchen Tagen verkauft das Duo bis zu 50 Kilogramm.

Schon im dritten Jahr verkauft das Paar Erdbeeren an dem zentralen Standort. Anfangs wohnten sie sogar direkt nebenan, inzwischen sind sie nach Lüdenscheid gezogen. Doch an ihrer kleinen Bude nahe des großen Kreisverkehrs halten sie fest. „Die Leute kennen uns inzwischen und haben bereits nachgefragt, wann wir wieder kommen.“ Tatsächlich sind die Erdbeerhändler etwas später dran als sonst. Der Bauer hatte zeitverzögert mit dem Verkauf begonnen.










