Freudestrahlend erzählt Gudula Mueller-Töwe von der Ukrainehilfe der Freiwilligenzentrale: „Wir haben wirklich schöne Sachen erhalten und mussten nicht ein einziges Teil aussortieren.” Gute Qualität und eine ansprechend große Auswahl an Jacken, Hosen, Kleidern, Schuhen, ja sogar Abendgarderobe ließ die Augen der Besucherinnen aufleuchten. Mueller-Töwe zum Kleiderangebot: „Fast jede Frau brachte mindestens ein Teil mit, obwohl dies nicht Voraussetzung war. Es konnten auch nur Sachen abgegeben oder genommen werden. Aber alle wollten etwas mitbringen, was die große Wertschätzung dieser Aktion zeigt.” Gudula Mueller-Töwe selbst fand für sich ein Paar rote Schuhe, die hervorragend zu ihrem Tagesoutfit passten.
Nachhaltigkeit statt Wegwerfmentalität
In Zusammenarbeit von Freiwilligenzentrale und Stadt Plettenberg hatten Helferinnen im Vorfeld Kleiderständer und Tische aufgestellt. Bereits ab neun Uhr morgens konnte Bekleidung abgegeben werden, die dann nach Größen sortiert auf die Kleiderständer und Tische verteilt wurden. Ab zehn Uhr durften die Frauen nach Herzenslust stöbern, anprobieren und mitnehmen. So fanden viele Bekleidungsstücke neue Besitzerinnen – Nachhaltigkeit statt Wegwerfmentalität.
Am Ende des Vormittages blieben nur noch wenige Bekleidungsstücke übrig, die später dem Sozialkaufhaus Allerlei übergeben werden. Die Organisatorinnen Gudula Mueller-Töwe, Mareike Masuch, Katja Gerecht, Frederike Panknin und Martina Süwold freuten sich immens über den Erstlingserfolg und denken bereits über eine Wiederholung im Sommer/Herbst nach.

Frauencafé ist Treffpunkt der Kulturen
Währenddessen fand auf der anderen Seite des Zentrums das wöchentliche internationale Frauencafé mit Kaffee und Kuchen statt. Immer mehr etabliert sich diese Veranstaltung zu einem Treffpunkt verschiedener Kulturen, Freundschaftsanknüpfungen der Frauen aus Iran, Syrien, Albanien, der Ukraine und weiteren Ländern.
„Die Frauen kommen so gerne hierher, weil es hier so herzlich ist.”
Verena Knabe (Freiwilligenzentrale)
Und fröhlich ist es an diesem Tag ganz besonders. Spontan tanzen die Frauen gemeinsam zu traditioneller Musik, egal aus welchem Land sie auch kommen. Immer mehr kommen hinzu und lachen, kichern und tanzen. Tanzen und Musik ist international, das versteht jede. Gesprochen wird natürlich möglichst deutsch, die Sprachkenntnisse werden dadurch immer besser.

Feier des persischen Neujahrfestes
An diesem Freitag haben die iranischen Frauen einen besonderen Tisch gedeckt. Grund dazu ist Nowruz (neuer Tag), das persische Neujahr, das traditionelle Fest der Völker, die das neue Jahr des persischen Kalenders (erster Frühlingstag) feiern. Auf dem Tisch sind sieben symbolträchtige Bestandteile aufgetischt, die im persischen mit dem Buchstaben „S” beginnen und die sieben Tugenden darstellen. Über einen Zeitraum von zwölf Tagen wird das Fest gefeiert, werden Verwandte besucht. Den letzten Tag dieser Zeit verbringen alle in der Natur.








