Zeugen war das rote Fiat Spider Cabrio mit AK-Kennzeichen kurz nach 20 Uhr auf der Wilhelm-Graewe-Straße aufgefallen. Darin, so teilten die Zeugen der Polizei mit, säßen mehrere stark alkoholisierte Personen. Eine Halterabfrage ergab, dass der Wagen in der Nacht zum Dienstag in Siegen-Eiserfeld gestohlen worden war.
Eine der eingesetzten Streifenwagen-Besatzungen entdeckte den PKW am Fahrbahnrand des Böddinghauser Weges. Als der Fahrer die Polizei bemerkte, gab er Gas und flüchtete. Er ignorierte die Anhaltezeichen. Im Hestenbergtunnel beschleunigte er auf etwa 130 km/h. Kurz vor Erreichen des Kreisverkehrs Herscheider Straße/Posensche Straße rammte der Fiat einen anderen PKW. Der Fahrer des Fluchtfahrzeugs verlor die Kontrolle über seinen Wagen, drehte sich und kam am Kreisverkehr zum Stehen. Zwei Insassen flüchteten zu Fuß.
Der geschädigte andere PKW-Fahrer hielt den Flüchtenden bis zum Eintreffen der Polizeibeamten fest. Die überwältigten ihn und legten dem 35-jährigen Siegener Handfesseln an. Sein Beifahrer, ein 24-jähriger in Siegen gemeldeter Mann, wurde ebenfalls von einem Zeugen gestoppt. Als die Polizeibeamten ihn erreichten, stand er in einiger Entfernung und urinierte an einen Zaun. Gegen die Festnahme wehrte er sich mit Fußtritten, weshalb ihm die Polizeibeamten Hand- und Fußfesseln anlegten. Bei seiner Durchsuchung kamen Drogen samt Zubehör zum Vorschein. Er bekam eine Anzeige wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln. Er gibt an, „zufällig“ in dem Auto gesessen zu haben.
Drogen- und Alkoholtests bei dem 35-jährigen Fahrer ergaben deutliche Daten, die auf den Genuss von Alkohol und Kokain hinweisen. Der Siegener hat keine gültige Fahrerlaubnis.
Die Polizei schrieb Strafanzeigen wegen Teilnahme als Kraftfahrzeugführer an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen (dazu bedarf es keines Gegners), Fahren ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit am Steuer bzw. Fahren unter Einfluss von Betäubungsmitteln und Verkehrsunfallflucht. Beide Männer wurden bis zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen. Der PKW, mit dem sie geflüchtet waren, war nicht mehr fahrbereit.








