Wie bediene ich es? Wie komme ich ins Internet? Wie schreibe ich eine E-Mail? Wie starte ich eine Videokonferenz?: Das sind zentrale Fragen, die Schüler der Primusschule mit Interessierten und Lernwilligen erarbeiten. Und das nicht in einem Frontalunterricht, sondern eher spielerisch und nach den Bedürfnissen und im Lerntempo jedes Einzelnen – wir berichteten.
Projekt gewinnbringend für Jung und Alt
Mit der AWO Schalksmühle, so Klaus Nelius, der dieses Projekt zusammen mit Karin Brauckmann und Roman Bossart betreut, hat das Stadtmarketing einen Partner an ihrer Seite gewinnen können, der das Projekt nicht nur mit unterstützten, sondern auch seine Räumlichkeiten im Feuerwehrgerätehaus für die Schulungen zur Verfügung stellen wird. „Wir planen immer dienstags zwischen 15 und 17 Uhr die Gruppe bei uns Treffen zu lassen. Losgehen soll es am ersten Dienstag nach den Herbstferien“, so Uwe Giese, Leiter der AWO Schalksmühle.
Das voraussichtliche Ende der Schulungen ist auf Anfang Mai 2024 terminiert. Für Karin Brauckmann, die auch die Idee für das Projekt hatte, ist es ein großes Ziel, den Teilnehmern – bei den beiden letzten Aufrufen war es vornehmlich Mitglieder der älteren Generation – die Teilhabe an den Möglichkeiten des Internets zu ermöglichen.
„Und wenn wir es am Ende der Projektlaufzeit hinbekommen, dass wir uns alle einmal in einem Online-Meeting treffen, würde das die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zukünftig befähigen, digital mit ihrer Familie und Freunden auf verschiedene Art und Weise kommunizieren zu können. Gerade in der Pandemiezeit hat es sich gezeigt, wie wichtig es ist, digital aufgestellt zu sein“, so Karin Brauckmann. Damit das möglich wird, sind die Schüler der Primusschule mit im Boot, für die der Umgang mit dem Internet und verschiedensten Endgeräten mittlerweile selbstverständlich sei. Jan Gubar, Schulsozialarbeiter und Medienbeauftragter an der Primusschule, kümmert sich um die Koordination in der Schule und freut sich auf den Fortgang des Projekts.
In den Abschlussgesprächen der letzten Jahre habe sich gezeigt, dass das Projekt für beide Seiten gewinnbringend sei. Die Kinder mussten etwa ihre Sprache an die der Älteren anpassen oder viel Geduld beim Erklären zeigen. Die ältere Generation wiederum müsse sich in die digitale Welt hineinversetzen und sei dabei meist viel geduldiger, als wenn es ein Familienangehöriger ihnen erklärt. „Und sowohl Teilnehmer und Teilnehmerinnen als auch die Schülerinnen und Schüler haben gesagt, dass die Gespräche zwischen dem Lernen und der Umgang miteinander oft viel spannender waren, als das zusammen Lernen an sich“, so Jan Gubar.
LEADER-gefördertes Projekt
Das Projekt „Digitale Gemeinsamkeit gegen Einsamkeit“ wird durch „LEADER“ gefördert. So konnte die Anschaffung des Equipments für die Teilnehmer erst ermöglicht werden. Außerdem könne die komplette Geräteausstattung den Teilnehmern bis zum Projektende kostenlos zur Verfügung gestellt werden. „Einzig ein Zugang zu einem WLAN-Netz müsste zu Hause sichergestellt werden, um hier das Gelernte festigen zu können“, so Roman Bossart, der sich IT-seitig mit in das Projekt einbringt. Wer das nicht möchte, darf mit seinem eigenen Equipment dabei sein.
Wer Interesse hat, kann sich bei der Gemeinde Schalksmühle bei Bernd-Martin Leonidas (telefonisch 02355/84285 oder per E-Mail) oder der AWO Schalksmühle bei Uwe Giese, (telefonisch 02353/6661711 oder per E-Mail) anmelden. Einige Plätze könnten noch vergeben werden.









