Vor dem Hintergrund, dass der Standort am Höveler Weg für die Steuerkanzlei mit 40 Mitarbeitern auf 600 Quadratmetern Bürofläche „zu eng wurde“ und weil man sich vergrößern und erweitern wollte, entwickelten sich schnell Umzugsgedanken. Gesagt, getan: Mirco Schmale und Marco Raabe fanden bald im ehemaligen Penny-Gebäude das passende Objekt.
Bereits während der Umbauphase – durchgeführt vom Architektur-Büro Eicker – wurden bei beiden Kanzlei-Leitern mehrfach nachgefragt, ob und wo man hier ein Konto eröffnen könne. Der Grund: Im Vorfeld bezeichneten beide die neuen Geschäftsräume süffisant als „Kommandozentrale“ und „Steueroase“. „Diese scherzhaft gemeinten Begriffe waren aber vor allem für die Mitarbeiter gedacht“, berichtigt Mirco Schmale auf der Eröffnungsfeier.
Da die 600 Quadratmeter keine Möglichkeit zur Erweiterung zuließen, dies aber dringend erforderlich war, sieht das jetzt besser aus: Fast 900 Quadratmeter stehen für das aufgestockte Personal zur Verfügung. In den neuen Räumlichkeiten soll „Kommunikation“ groß geschrieben werden. In einem so genannten Open-Space-Büro mit flexibler Arbeitsplatzwahl können sich die Mitarbeiter tagesaktuell entscheiden, welcher Arbeitsplatz zwecks regem Kollegenaustausch der günstigste ist. Ein großer Vorteil – vor allem bei projektbezogenen Arbeiten.









Als „fast papierlos“, beschreibt Mirco Schmale die neue Arbeitsstelle. Nur noch zwei große Drucker sind in der gesamten Kanzlei in Gebrauch. Die Kunden-Akten sollen sich nicht meterhoch stapeln: „digitalisieren“ lautet das Zauberwort. So hat die Kanzlei mit ihren Partnerunternehmen etwa vor zwei Jahren bereits die Personalakten von AldiNord eingescannt.
Mirco Schmale meint, dass man sich als Arbeitgeber öffnen müsse und neue Strukturen benötige. „Im Gespräch mit den Mandaten bauen die Berater eine vertrauensvolle Bindung auf. Durch dieses Vertrauensverhältnis besteht die Möglichkeit, später auch mal schwierige Themen anzusprechen“, erklärt Schmale. Denn ihm sei es wichtig, dass sie eine Steuerkanzlei und „keine Unternehmensberatung“ sind, auch wenn sie über das Thema „Steuern“ hinaus ihren Mandaten oft wertvolle Tipps an die Hand geben würden.



Auch die Erkenntnis, dass der Berufsstand altert und unter Nachfolgemangel leidet, ließ Schmale nicht außen vor. Deshalb sei es auch wichtig, sich als Arbeitgeber zu öffnen und als „sehr moderne, digitale und menschliche Dienstleistungsfirma“ aufzustellen. Eine Aufgabe, der sich auch Innenarchitekt und Einrichter Lutz Schriever stellen musste: „Ich muss einen Mehrwert bieten, damit die Mitarbeiter ins Büro kommen, weil sie hier effektiver arbeiten können.“
Die von Schmale/Raabe beauftragte Schweizer Einrichtungsfirma Vitra (deutscher Standort: Weil am Rhein) ist eines der weltweit führenden Unternehmen für die Herstellung und den Handel mit Wohn- und Büromöbeln mit besonderem Design-Anspruch. Vitra-Mitarbeiter Sven Wehlmann bestätigt den Spaß an der Ausstattung: „Wenn man sieht, was aus den ersten Punkten und Kärtchen geworden ist, bekommt man eine Gänsehaut.“
Bürgermeister Michael Brosch, der ebenfalls zur Einweihung eine Rede hielt, bezeichnete die Steuerkanzlei scherzhaft als „Feind des Bürgermeisters“, da sie oft dafür sorgen würde, dass einige Menschen weniger Steuern an die Stadt abführen müssten. Außerdem interessant: Die Kanzlei zählt zu den 12 ausgewiesenen Grundsteuerexperten des gesamten Bundeslandes.







Ausgelassen gefeiert wurde natürlich auch. Essen gab es reichlich – auch Eis aus Schalksmühle vom Eiscafé Valentina -, bei den heißen Temperaturen auch jede Menge Getränke und zudem auch ein Unterhaltungsprogramm etwa mit lustigen Luftballontieren und Schminkgelegenheiten für die Kleinen.









