Drei Kandidaten, drei Wahlkreise und ein klares Votum: Die FDP im Märkischen Kreis hat ihre Bewerber für die Landtagswahl nominiert. Armin Speckmann, Christoph Klein und Christoph Wagener gehen mit unterschiedlichen politischen Schwerpunkten ins Rennen.

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Wahl im Schnelldurchgang

In rekordverdächtigen 65 Minuten wählten die Liberalen bei ihrer Kreiswahlversammlung in Iserlohn ihre drei FDP-Kandidaten für die Landtagswahl im April nächsten Jahres. Die 28 Stimmberechtigten folgten dabei einmütig der Empfehlung des Kreisvorstandes.

Somit treten Armin Speckmann aus Nachrodt-Wiblingwerde im Wahlkreis 121 Märkischer Kreis I (Altena, Iserlohn, Nachrodt-Wiblingwerde und Werdohl), Christoph Klein aus Hemer im Wahlkreis 122 Märkischer Kreis II (Menden, Hemer, Balve, Neuenrade und Plettenberg) sowie Christoph Wagener aus Lüdenscheid im Wahlkreis 123 Märkischer Kreis III (Halver, Herscheid, Kierspe, Lüdenscheid, Meinerzhagen und Schalksmühle) an. Alle drei wurden mit deutlicher Mehrheit gewählt, sie erhielten 26 (Speckmann), 27 (Klein) und 26 (Wagener) Ja-Stimmen.

Professionell und zügig gearbeitet

Eva Thielen und Axel Hoffmann führten durch die Versammlung, die im Iserlohner Gewerbe- und Gründerzentrum Corunna stattfand. Entschuldigen mussten die beiden eingangs den FDP-Kreisvorsitzenden Kai Krause, der Meinerzhagener hatte sich krankheitsbedingt abgemeldet. Auch die Zählkommission unter der Leitung von Jens Holzrichter arbeitete zügig, musste nur einmal bei einem Wahlergebnis erneut genau hinschauen.

Zuhören und handeln

Alle drei Bewerber stellten sich den anwesenden Parteifreunden vor, gingen auch auf ihre politischen Schwerpunkte ein. Armin Speckmann, Anwalt aus Nachrodt-Wiblingwerde und einziges FDP-Gemeinderatsmitglied dort, war von der SPD zu den Liberalen gewechselt. „Ich stehe für eine Politik, die zuhört und handelt anstatt zu kassieren, zu reglementieren und nur den Status quo zu verwalten“, so Speckmann auf seinem Wahlflyer.

Mit großer Einmütigkeit votierten die 28 Stimmberechtigten bei ihre Kreiswahlversamm-lung für die vom Kreisvorstand vorgeschlagenen Bewerber.
Foto: Hendrik Klein | LokalDirekt

Bürokratie abbauen

„Politik für den Mittelstand“ machen will der Hemeraner Christoph Klein. Der Bankkaufmann und Unternehmensberater erhielt das beste Wahlergebnis bei der Kreiswahlversammlung. Beruflich sorge er dafür, dass Prozesse schneller werden statt langsamer. „Ich möchte einen Staat, der bei Straßen, Schulen und Innerer Sicherheit weniger verwaltet und mehr liefert“, so Klein. Deshalb fordert er einen weiteren Bürokratieabbau.

Bildung und Infrastruktur

Die Bildungspolitik und die Verbesserung der Infrastruktur stellte der Lüdenscheider Christoph Wagener in den Mittelpunkt seiner Bewerbungsrede. Der verheiratete Vater von zwei Töchtern und gelernte Einzelhandelskaufmann ist Inhaber eines Weinkontors in Lüdenscheid.