130 Auszubildende wurden am Dienstagmorgen, 1. Septemeber, bei der Ausbildungsgesellschaft mbH Mittel-Lenne (ABG) zum Start in ihr Berufsleben begrüßt. 80 davon im Iserlohner Stadtteil Letmathe, 50 am Standort Plettenberg.

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17 unterschiedliche Berufszweige

„Wir bilden in 17 verschiedenen Berufen aus“, sagte Geschäftsführer Prof. Dr.-Ing. Klaus-Michael Mende bei der kleinen Willkommensveranstaltung in Letmathe. Damit ist die endgültige Anzahl allerdings noch nicht erreicht. Rund 30 Nachmeldungen werden in den nächsten Wochen noch erwartet. Ebenso 25 Umschüler. „Alle Teilnehmenden in der Berufsausbildung finden deutlich verbesserte Rahmenbedingungen vor, mit einem runderneuerten Maschinenpark“, so Mende.

Ausbildungsbetriebe vertreten

Neben den Berufsstartern konnte der ABG-Geschäftsführer auch das Ausbilder-Team und einige Vertreter der Ausbildungsbetriebe begrüßen. An den Standorten in Letmathe und Plettenberg werden unter anderem Elektroniker, Mechatroniker, Industriemechaniker, Verfahrenstechnologe, Maschinen- und Anlagenführer und Werkzeugmechaniker bis hin zum Zerspanungsmechaniker ausgebildet. Prof. Dr. Klaus-Michael Mende bedankte sich bei den Unternehmens-Vertretern, dass ihre Betriebe der Ausbildungsgesellschaft weiterhin das Vertrauen schenken.

Anmeldezahlen zufriedenstellend

Prof. Dr. Klaus-Michael Mende: „Die wirtschaftliche Lage hat ihre Spuren auf dem Ausbildungsmarkt hinterlassen, wie allgemein bekannt ist. Angesichts dessen sind wir mit den Anmeldezahlen überaus zufrieden. Wer seine Ausbildung bei uns beginnt, findet 2026 bessere Rahmenbedingungen vor als jemals zuvor. In den vergangenen Jahren haben wir mehrere Millionen Euro in weitere Maschinen und Anlagen investiert. In diesem Ausbildungsjahr stehen die neuen Maschinen nun vollumfänglich zur Verfügung."

Am Rande der Veranstaltung war zu erfahren, dass in der heimischen Metall- und Elektroindustrie gut 100 Ausbildungsplätze nicht besetzt werden konnten.

Maschinenpark runderneuert

Der ABG-Maschinenpark sei runderneuert worden, so der Geschäftsführer. Mehr als 50 Werkzeugmaschinen seien mit einem Gesamtvolumen von 3,5 Millionen Euro ausgetauscht und teils ergänzt worden. Mit dem renommierten deutschen Hersteller Spinner konnte die ABG vor wenigen Wochen außerdem eine Kooperation schließen, sodass in Letmathe nun SPINNERs exklusives Demonstrations- und Schulungszentrum für Nordrhein-Westfalen entstanden ist. Positiv für die Auszubildenden: Spinner stellt für den Schulungsbetrieb neun moderne, fünfachsige High-Tech-Werkzeugmaschinen mit Zuführeinrichtung im Wert von 1,25 Millionen zur Verfügung.

Als kleines Schmankerl hatte Geschäftsführer Prof. Dr.-Ing. Klaus-Michael Mende die Blaumann-Hose seiner ehemaligen Berufskleidung mitgebracht. Die passe noch immer, erzählte er.
Foto: Hendrik Klein

Modernste Technik

„Unter dem Strich kann sich die Ausbildung in der ABG nun auf modernste Technik stützen und ist auf Jahre hinaus zukunftsfähig", freut sich Prof. Dr. Mende. Theo Wingen, Geschäftsführer der Drahtwerk Elisental W. Erdmann GmbH in Neuenrade und Beiratsvorsitzender der ABG, ergänzt: „Auf dieser Basis ist die Berufsausbildung der heimischen Metall- und Elektro-Industrie auch vor dem Hintergrund aufziehender Veränderungen durch Künstliche Intelligenz absolut wettbewerbsfähig." Profiteure seien die Auszubildenden, die Kunden der ABG und die Unternehmen in der Region.

Hohe Qualität

Markus Zobel, Geschäftsführer von thyssenkrupp Hohenlimburg und stellvertretender Beiratsvorsitzender der ABG, lässt jedes Jahr in großem Umfang durch die ABG ausbilden. Er sagt: „Ich schätze die Zusammenarbeit, weil wir uns hier auf die gleichbleibend hohe Qualität der Ausbildung verlassen können."

Engagiertes Team

Thomas Höll, Personalleiter bei der C.D. Wälzholz GmbH & Co. KG in Hagen, freut sich angesichts des modernisierten Maschinenparks auf das neue Ausbildungsjahr und unterstreicht: „Die Zusammenarbeit mit der ABG wird unserem hohen Anspruch zukünftig ganz sicher noch besser gerecht." Dafür sorge auch das gut aufgestellte und engagierte Team der Ausbilder. Schließlich hänge eine gelingende Ausbildung entscheidend von den beteiligten Personen ab. Eine Premiere gibt es in der Zusammensetzung des ABG-Teams für die Elektrotechnik: mit Ute Weber kümmert sich erstmals auch eine Ausbilderin um den Branchen-Nachwuchs.