Rund 90 Fachleute kamen am 17. Juni beim 15. Südwestfälischen Oberflächentag in Hagen zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen in der Galvano- und Oberflächentechnik, darunter Künstliche Intelligenz, Nachwuchsgewinnung und Sicherheit.
Rund 90 Fachleute der Galvano- und Oberflächentechnik haben am 15. Südwestfälischen Oberflächentag in Hagen teilgenommen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen und der Bezirksgruppe Iserlohn der Deutschen Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik organisiert.
Ziel des Branchentreffens war es, Mitarbeiter oberflächenbearbeitender Unternehmen über aktuelle Entwicklungen und Zukunftstrends zu informieren und den fachlichen Austausch zu fördern. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Sven Hering von der Metoba Metalloberflächenbearbeitung GmbH aus Lüdenscheid.
KI in der Produktion
Den Auftakt machte Frank Benner von der B+T Oberflächentechnik GmbH. Er zeigte anhand praktischer Beispiele, wie Künstliche Intelligenz bereits heute Produktionsdaten bündelt, Prozesse optimiert und die Effizienz in seinem Unternehmen steigert. Dabei wurde deutlich, wie aus Visionen konkrete Anwendungen werden.
Über Anforderungen und typische Fallstricke bei der Lagerung von Gefahrstoffen informierte anschließend Frank Schüle von der Qubus GmbH. Neben rechtlichen Vorgaben und Kennzeichnungen standen vor allem praxisnahe Lösungen im Mittelpunkt seines Vortrags.
Nachwuchs für die Branche
Ein Zukunftsthema griffen Dr. Daniel Meyer von der Deutschen Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik und Frank Tischlinger vom Technischen Berufskolleg Solingen auf. Sie beleuchteten Chancen und Herausforderungen der Aus- und Weiterbildung sowie der Nachwuchsgewinnung in der Galvano- und Oberflächenbranche.
Angesichts von rund 330 Ausbildungsberufen und etwa 10.000 Studiengängen in Deutschland sei es wichtiger denn je, den vergleichsweise wenig bekannten Beruf des Oberflächenbeschichters stärker sichtbar zu machen, etwa über soziale Medien.
Sicherheit und Brandschutz
Markus Giesen von der FGH Umwelt- und Wassertechnik GmbH erläuterte die praktische Umsetzung der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele zeigte er, worauf Unternehmen bei Planung, Bau und Betrieb entsprechender Anlagen achten müssen.
Den Schlusspunkt setzte Jörg Zimmermann von der GAZIMA GmbH mit seinem Vortrag zum Brandschutz in der Galvanotechnik. Als Betreiber einer Galvanik und Feuerwehrmann berichtete er aus beiden Perspektiven. Anhand realer Schadensfälle verdeutlichte er Brandursachen und gab Hinweise zur Prävention. Sein Rat: Unternehmen sollten frühzeitig Kontakt zur örtlichen Feuerwehr suchen, um Abläufe und Anforderungen bereits vor einem möglichen Ernstfall gemeinsam abzustimmen.
Im Anschluss nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zum Austausch mit den Referenten und untereinander. Der Oberflächentag bestätigte damit nach Angaben der Veranstalter erneut seine Bedeutung als Plattform für Wissenstransfer, Vernetzung und neue Impulse in der Branche.








