Beim Deutschen Bauerntag in Freiburg stehen die Zukunft der Landwirtschaft und die Versorgungssicherheit im Mittelpunkt. Auch Vertreter aus Südwestfalen bringen dort ihre Sicht auf Agrarpolitik, Wettbewerb und Europa ein.
Mit dem Titel „Landwirtschaft stärken – Versorgung sichern“ hat am Mittwoch, 24. Juni, der Deutsche Bauerntag des Deutschen Bauernverbandes in Freiburg begonnen. Im Mittelpunkt stehen die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe, die Versorgungssicherheit und die künftige Ausrichtung der Agrarpolitik.
Unter den rund 500 Teilnehmern sind aus Westfalen-Lippe etwa 40 Vertreter von Bauernverband, Landjugend und Landfrauen dabei. Die Tagung läuft bis Donnerstag, 25. Juni.
Versorgungssicherheit im Fokus
Aus Sicht von Dr. Christina Große-Frericks aus dem Märkischen Kreis ist auffällig, dass die Sicherung der Ernährung in Deutschland in diesem Jahr besonders stark betont wird. Das solle „uns allen ein Zeichen sein“, erklärte sie. Naturschutz dürfe nicht automatisch über die Ziele der Landwirtschaft gestellt werden. Hier sei eine Abwägung auf Augenhöhe erforderlich.
Henner Braach aus Siegen-Wittgenstein, Vizepräsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, hob das Bekenntnis zur Demokratie hervor. Diese Haltung habe 2026 eine wichtige Bedeutung, sagte er. Früher sei sie offenbar selbstverständlich gewesen und habe nicht eigens als Signal formuliert werden müssen.
Europäische Politik und Weltmarkt
Ulrich Brinckmann aus dem Märkischen Kreis sieht die Landwirtschaft stärker als Teil weltweiter Entwicklungen wahrgenommen. Dass der Weltmarkt das Leben zunehmend bestimme, wüssten Landwirte schon lange. Inzwischen spürten alle diese Zusammenhänge, sagte er.
Michael Richard aus dem Kreis Olpe verwies auf die Rede des französischen Bauernpräsidenten Franck Sander. In Freiburg sei der europäische Gedanke deutlich geworden. Europäische Politik habe im Mittelpunkt gestanden, die Verordnung zur Wiederherstellung der Natur sei sehr kritisch gesehen worden.








