Martin Kastner (SPD)
„Das Ergebnis der Europawahl zeigt nochmal deutlich, dass in Krisenzeiten schnelle und einfache Antworten Wahlen gewinnen. Doch es gibt keine leichte Lösungen in Fragen um bspw. Krieg, soziale Sicherheit , Zuwanderung und Klimawandel . Auch im Parteiprogramm der AfD sind nur Forderungen, aber keine Lösungen zu finden. Wirkliche Antworten müssen in Europa, in Berlin mühsam erarbeitet werden und dann auch den Bürgern erklärt werden. Auch in Halver, wie auch auf allen anderen Ebenen, ist es unsere Aufgabe, diese intensive Auseinandersetzung zu führen und zu zeigen, dass es keine Alternative zu einem starken und gemeinsamen Europa gibt.“
Marvin Schüle (CDU)
„Mit Blick auf das Wahlergebnis der CDU in Halver können wir einen beachtlichen Erfolg und zur Europawahl 2019 Zugewinne von rund drei Prozent verzeichnen. Hierüber freuen wir uns. Mit Blick auf das Wahlergebnis der AfD gilt es nun, noch mehr die Hintergründe zu verstehen und darauf basierend, die in unserem Grundsatzprogramm der Bundes CDU erarbeiteten Lösungen anbieten zu können. Ein weiteres Erstarken der AfD könnte so möglicherweise gelindert werden.“
Sina Löschke (Bündnis 90/Die Grünen)
„Bündnis 90/DIE GRÜNEN haben viele Wähler und Wählerinnen verloren, in Halver ebenso wie deutschlandweit. Die Ursachen dafür müssen auf Bundesebene aufgearbeitet werden. Dabei geht es vor allem darum, die Menschen bei den oftmals auch unbequemen Entscheidungen zur Klima- und Zukunftssicherung besser mitzunehmen und die viele Chancen einer nachhaltigen Entwicklung aufzuzeigen. Wir als Halveraner Ortsverband nehmen die Ergebnisse zum Anlass, noch intensiver für Demokratie und unsere politischen Ziele zu werben. Zudem wollen wir durch gute Politik hier vor Ort punkten. Nach allem, was in den zurückliegenden Wochen und Monaten über die AfD und ihre Spitzenkandidaten bekannt geworden ist, finden wir die hohen Zustimmungswerte besorgniserregend.“
Sascha Gerhardt (FDP)
„Die Europawahl hat aus der Sicht der FDP wenige Überraschungen hervorgebracht. Die Wahlergebnisse bilden annähernd ab, was seit einigen Monaten bereits in den demoskopischen Umfragen abgebildet wurde. Da das Ergebnis für die FDP bei der letzten Europawahl bereits relativ schwach war, konnte die Partei die seinerzeit erzielten Mandate zumindest verteidigen. Aus der Sicht der FDP Halver ist das Ergebnis für die FDP nicht gut- es war aber leider auch erwartbar, da die Parteien der Ampel-Koalition insgesamt seit Monaten in demoskopischen Umfragen mit schwachen Zustimmungswerten konfrontiert wurden.
Tendenziell hat die FDP in Halver immer ein leicht besseres Ergebnis erreicht, als es in der überregionalen Betrachtung erzielt wurde. Das trifft auf niedrigem Niveau auch in diesem Jahr zu. Mir persönlich reicht es nicht, zu erklären, dass es sich bei der Wahl um eine Protestwahl gehandelt haben könnte. Inzwischen muss man annehmen, dass sich fernab einer reinen Protesthaltung, die es natürlich gibt, eine neue politische Landschaft ausgebildet hat, die von einer gewissen Dauerhaftigkeit geprägt sein könnte. Das dürfte auch für kommende Wahlen von Bedeutung sein.
War die Parteienlandschaft in Halver bei der Kommunalwahl bislang über Jahre unverändert, muss man davon ausgehen, dass sie sich im kommenden Jahr anders darstellt. Zumindest geht die FDP Halver davon aus, dass bis zum nächsten Jahr ein AfD Ortsverband gegründet wird, der dann auch bei der Kommunalwahl antritt. Da die Bundestagswahl und die Kommunalwahl gemäß der vorliegenden Planung parallel durchgeführt werden sollen, wird vermutlich die bundespolitische Stimmungslage auch bei der Kommunalwahl von größerer Bedeutung sein als wenn die Wahlen zeitlich versetzt durchgeführt werden. Insofern werden die Ergebnisse der diesjährigen Europawahl mit großer Wahrscheinlichkeit auch ein Fingerzeig für die Kommunalwahl sein. Aus der Sicht der FDP wäre es ziemlich blauäugig, dies anders zu erwarten.„
Dr. Sabine Wallmann (UWG)
Hinweis der Redaktion: Die UWG teilt auf die Presseanfrage der LokalDirekt-Redaktion mit, dass sie als eine kommunale, unabhängige Wählergemeinschaft den Parteien eine Meinung zum Wahlausgang überlässt, die sich auch für das Europäische Parlament zur Wahl gestellt haben.









