Mit dem Thema ‚Rechtsextremismus‘ haben sich in den vergangenen Wochen Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule und des Wirtschaftsgymnasiums auseinandergesetzt, wie das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg mitteilt.
Wie sich gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit allmählich gesamtgesellschaftlich etablieren und wozu ein solcher Prozess im schlimmsten Falle führen kann, wenn dem nicht rechtzeitig Einhalt geboten wird, haben sich die jungen Erwachsenen dabei am Beispiel der Geschichte des Nationalsozialismus in Deutschland noch einmal vor Augen geführt.
Nahbar wurde das Thema dadurch, dass sie sich insbesondere mit den tragischen Schicksalen der Jüdinnen und Juden beschäftigten, die in ihrer direkten Nachbarschaft von ihren Mitmenschen ausgegrenzt, erniedrigt, verfolgt und getötet wurden.

Dank der Zusammenarbeit mit der Initiative Stolpersteine Meinerzhagen konnten die Schülern bei einem Ausflug am 28. April auf den Spuren dieser Menschen wandeln, indem sie einen geführten Rundgang entlang der Orte machten, an denen diese bis zu ihrer Verfolgung gelebt und gearbeitet hatten und an denen heute noch die dort verlegten Stolpersteine an sie erinnern.

Aus den im Unterricht und im Rahmen der Stolpersteinbegehung gewonnenen Eindrücken und Erkenntnissen haben die Schülerinnen und Schüler schließlich Videos gestaltet, die sie am „Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus“ ihren Mitschülerinnen und Mitschülern präsentierten.
Abgerundet wurde die Gedenkaktion schließlich mit einem Besuch der Unterstufe der Höheren Handelsschule und des Wirtschaftsgymnasiums im Filmpalast Lüdenscheid, wo sie sich Begleitung von vier Lehrkräften den Film „One Life“ ansahen.

Der Film zeigte den Schülerinnen und Schülern auch die andere Seite der Geschichte – nämlich dass es auch in jenen dunklen Zeiten Menschen gab, die für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte gekämpft haben.
Die Behandlung des Themas des „Nationalsozialismus“ und des Widerstandes gegen ihn ist von besonderer Bedeutung, um die Geschichte zu verstehen, aus ihr zu lernen und um die Werte und Prinzipien einer demokratischen Gesellschaft zu schätzen und zu schützen. „Daher geht ein besonderer Dank an unseren ehemaligen Kollegen und Gründer der Initiative Stolpersteine Meinerzhagen, Herbert Langenohl, sowie an den Förderverein des Eugen-Schmalenbach-Berufskollegs und an Herrn André Lubba vom Filmpalast, durch deren Engagement den Schülerinnen und Schülern diese besonderen Erfahrungen ermöglicht werden konnten“, wie das ESBK am Ende der Mitteilung schreibt.









