Nach mehreren Vortreffen flogen am Freitag, 16. Juni, zehn Teilnehmer mit ihren Lehrerinnen Laura Häussler und Stefanie Fröndhoff nach Madrid. Dort angekommen, traf sich die Gruppe nach einem Aufstieg auf den Faro de Moncloa mit dem gebürtigen Lüdenscheider Tom Rinio, der sich bereits im Vorfeld in einer Teamskonferenz mit den Schülern über das Leben und Arbeiten in Spanien ausgetauscht hatte. Rinio hat 2006 ebenfalls am ESBK sein Abitur gemacht, dann eine duale Berufsausbildung bei Siemens in Madrid absolviert und in Madrid sein neues Zuhause gefunden.

Von Madrid aus ging es zwei Tage später nach Salamanca, wo die Schüler von ihren Gastfamilien begrüßt wurden. Teilweise leben sie dort mit weiteren Schülern oder Studenten anderer Nationen zusammen.
„Hier ist es wie in einer großen Familie mit den anderen Austauschschülern und auch das Essen ist richtig lecker“, berichtet die Wirtschaftsgymnasiastin Lea Friesen. Am späten Abend nahmen alle auf dem Plaza Mayor an einer kulturellen Aufführung im Rahmen der mehrtägigen Feierlichkeiten von San Juan de Sahagún teil. Diesem Abend folgten viele weitere Gratisveranstaltungen.

Am Dienstag startete dann die Sprachschulwoche in der Sprachschule Tía Tula direkt am Plaza Mayor, deren Ziel es ist, die Spanischkenntnisse der Schüler zu verbessern – und das nicht nur in der Theorie: So wurden sie zum Beispiel in die gegenüberliegende Markthalle geschickt, um sich vor Ort auf Spanisch zu erkundigen.
Am Mittwoch wurden im Anschluss an die Sprachschule mit den Lehrerinnen die einzelnen Praktikumsplätze besucht und ein erster Kontakt mit den Mitarbeitern aufgenommen. Die Schlange in der Tierhandlung von Billie Joyce Küper hatte sicherlich den spektakulärsten Auftritt.

Die Einsatzstellen reichen je nach angegebener Präferenz von der Verwaltung einer IT-Schule über eine Churros-Bar bis hin zu Einzelhandelsgeschäften. „Unsere Teilnehmer aus Vollzeit- und Berufsschule haben ihre erste Woche sprachlich und sozial super gemeistert und sind als Gruppe sehr zusammengewachsen. Sie sind offen auf neue Dinge und Kulturen zugegangen und waren sehr interessiert. Wir sind schon gespannt auf ihre Berichte aus den Praktika,“ so die Organisatorin Stefanie Fröndhoff.
„Angefangen vom Leben in den Gastfamilien, dem Praktikum im ausländischen Betrieb, dem Essen und Trinken vor Ort sowie dem etwas anderen Tagesrhythmus, ermöglicht das Programm den Teilnehmern in kurzer Zeit, eine andere Kultur zu erleben und Fremdsprachen authentisch einzusetzen. Das schafft ein gewöhnlicher Urlaub im jeweiligen Land nicht und als Bildungseinrichtung freut es uns umso mehr, dass sich einige junge Menschen auf diese Erfahrung einlassen und die Möglichkeiten des durch die EU finanzierten Erasmus-Projektes nutzen“, resümiert Laura Häussler aus dem Erasmus-Team.









