„Es ist rappelvoll, alle Liegen sind belegt“, zeigt sich Rotkreuzleiter Sebastian Pinter begeistert. Gerade in der aktuellen Zeit sei diese Auslastung wichtig. Der Blutspendetermin im Februar wurde kurzfristig angeboten und gehört nicht zu den üblichen acht Terminen, die das DRK Halver über das Jahr verteilt anbietet. Grund hierfür ist ein Mangel an Blutkonserven: „Es bleibt eine große Herausforderung, genug Menschen zur Blutspende zu motivieren und genügend Blutkonserven aller Blutgruppen für Kranke und Unfallopfer bereitzuhalten. Im Moment ist die Lage bei der Versorgung schwerkranker Patienten mit Blutkonserven kritisch“, heißt es in der Einladung des DRK Blutspendedienstes West.
Viele Blutspenden im Sauerland
Im Gespräch mit LokalDirekt verdeutlicht Stephan Küpper vom Blutspendedienst die Problematik: „Wir haben einen volatilen Jahresverlauf, die Ferien sind klassischerweise eine schwierige Zeit“, erklärt er mit Blick auf die bevorstehenden Osterferien.
Am Jahresanfang kam eine starke Krankheitswelle hinzu und die Lager des Blutspendedienstes sind noch nicht so voll wie gewünscht. Die hohe Spendenbereitschaft in Halver freue ihn, jedoch seien einzelne Spendentermine bei einem Gesamtaufkommen von 11.000 Blutspendeterminen im Jahr nicht in der Lage, den Mangel alleine zu beseitigen.
„Sieger- und Sauerland sind Bereiche, die der Blutspende sehr zugetan sind“, lobt er den Zusammenhalt in im Vergleich zum Ruhrgebiet eher dünn besiedelten Gegenden. „Wir brauchen viel mehr Menschen, die sich bereit erklären, sich solidarisch zu zeigen und Blut zu spenden“, beendet er das Gespräch mit einem Aufruf.

Insgesamt ist das Halveraner Team des Roten Kreuzes zufrieden. Neben zehn Erstspendern sind auch viele Spender dabei, die sich lange nicht Blicken lassen haben. Neben kalter und warmer Verpflegung gibt es auch ein Geschenk vom DRK: Ein Anti-Stress-Herz, welches auch die Handmuskulatur trainiert.
Die nächsten Blutspendetermine
Die nächsten Blutspendetermine in Halver sind am 22. April und am 30. April, jeweils wieder im Bürgerzentrum in der Mühlenstraße. Das Datum für den Sondertermin wurde bewusst gewählt: Zwischen zwei Blutspenden müssen mindestens 56 Tage liegen. Daher dürfen Teilnehmer des Sondertermins den „regulären“ Termin am 30. April bereits wieder wahrnehmen – bis zum 22. April sind jedoch erst 55 Tage vergangen. Rotkreuzleiter Sebastian Pinter hofft jedoch, dass auch im April wieder alle Liegen voll sind.









