Dr. Mojos Markenzeichen sind die Schiebermütze, sein cooler Kontakt zum Publikum und seine erdig gespielten Songs bekannter Interpreten. Beim Benefizkonzert am 26. April zugunsten des Fördervereins der Suchtberatungsstelle Lüdenscheid wurde der Musiker aus Remscheid von Gerd Linnepe (Bluesharp) unterstützt.
Klaus Stachuletz alias „Dr. Mojo“ ist inzwischen Stammgast beim Benefizkonzert in der evangelischen Kirche Oberrahmede. Entsprechend familiär war die Atmosphäre. Zum Start in den Nachmittag gab es ab 16 Uhr traditionell wieder Kaffee und Kuchen, dieses Mal auf der sonnenbeschienenen Terrasse. Eine Stunde später begann das Konzert.
Dr. Mojo braucht nicht viel, um ein Publikum zu unterhalten. Mikrofon, Gitarre, Bluesmundharmonika und Foot-Percussion für Hi-Hat und Stompin` Bass reichen völlig aus. Zusammen mit Gerd Linnepe bestreitet der sympathische Bluesmusiker so seine spannungsreichen Konzerte.
Bevor Dr. Mojo in die Saiten griff, wies Brigitte Hilbrandt, 2. Vorsitzende des Fördervereins der Suchtberatungsstelle, auf die Bedeutung solcher Benefizveranstaltungen hin. Nur mithilfe zusätzlicher Einnahmen über Spenden könne die Qualität der Arbeit in der Suchtberatungsstelle auf ihrem hohen Niveau gehalten werden, sagte sie. Danach gehörte der Altarraum Dr. Mojo und Gerd Linnepe.
Zum Beginn erklang „Leaving on an jetplane“ ein Stück aus dem Debut-Album von John Denver aus dem Jahr 1966. Gesungen von Peter, Paul and Mary wurde der Song 1970 zum Welthit.
Es folgte Otis Reddings „Sitting on the dock of a bay“. Sofort stellte sich die für dieses Lied bezeichnende entspannte Atmosphäre ein. Mancher im Publikum summte leise mit. Das stört Dr. Mojo nicht. Im Gegenteil. Allerdings riet er, den Sitznachbarn genau zu beobachten. Verziehe sich dessen Miene, solle man den Gesang besser einstellen.
„Hotel California“ von den Eagles, „Proud Mary“ von Creedence Clearwater Revival, „Father and Son“ von Cat Stevens oder das unverwüstliche „In the summertime“ von Mungo Jerry – ein beliebter Song folgte auf den anderen. Dabei geht es Dr. Mojo nicht darum, die Original-Interpreten zu kopieren. Er will authentisch rüberkommen. Dabei passt er sich zwar an die Originale an. Seine Darbietung aber ist sanft, eingängig, und manchmal auch ein wenig sentimental.
Zu „Walk a mile in my shoes“ von Joe South erzählt Dr. Mojo, dass er bei seinen zahlreichen Gastspielen in Hospiz-Einrichtungen das Zuhören gelernt hat, statt gleich immer einen klugen Ratschlag zu geben. So verleiht er dem Song seinen ganz eigenen Sound.
Der schon recht alte Begriff Mojo, der durch die Bluesmusik geistert, kann unter anderem ein Amulett als Glücksbringer meinen. Und offensichtlich glaubt Dr. Mojo an die heilende Kraft der Musik.









