In 30 Minuten hatten die Mitglieder des Kreisausschusses des Märkischen Kreises in ihrer jüngsten Sitzung die 13 Tagesordnungspunkte des öffentlichen Teils abgearbeitet. Die meiste Zeit davon wurde auf die Diskussion zu einem Antrag der Fraktion Die Linke verwendet, über den letztlich aber gar nicht abgestimmt und der auf den nächsten „Sitzungsdurchlauf“ des zuständigen Fachausschusses Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr im September sowie daran anschließend im Kreisausschuss sowie Kreistag verschoben wurde. Damit war auch Die Linke einverstanden.
Nicht einverstanden war Linken-Fraktionsvorsitzender Manuel Huff mit einigen Argumenten aus der Stellungnahme der Verwaltung zu seinem Antrag: „Andere Kommunen sind diesen Weg schon gegangen – Beispielsweise im Ruhrgebiet und im Rhein-Erft-Kreis. Die Verwaltungsvorlage vermittelt den Eindruck, dass man es nicht will und dass es zu teuer wird.“ Er forderte die Verwaltung auf, sich ernsthafter mit dem Thema zu beschäftigen. Huff, auch Ratsherr in Iserlohn, verwies auf die steigenden Defizite der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) und den damit auch höheren Anteil der kreisangehörigen Städte und Gemeinden daran. Die Kommunen warteten auf klare Signale und wären sicher für eine Entlastung des Defizits durch weitere Angebote. Der Vertagung stimme er zu, „damit wir ernsthaft darüber diskutieren können – übrigens auch im Zusammenhang mit einem Schülerticket.“
Oliver Held, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, hatte in seinem Antrag zum selben Thema die Verwaltung aufgefordert, die finanziellen Auswirkungen der Jobticket-Einführung auf den Finanzbedarf der MVG darzustellen. „Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil der Beschäftigten des Märkischen Kreises auch weiterhin eine flexible und individuelle Mobilität beibehalten möchte und demnach die Nachfrage nach der Jobticket-Variante des Deutschlandtickets verhältnismäßig gering sein wird“, hatte die Verwaltung in ihrer Stellungnahme zu den Anträgen formuliert.
Im September kommt das Thema erneut auf die Tagesordnung.








