Das gab in einer Pressekonferenz im Anschluss an ein weiteres Spitzengespräch im Lüdenscheider Rathaus die Leiterin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH des Bundes bekannt. „Wir haben Wort gehalten“, betonte Elfriede Sauerwein-Braksiek. Weiter stellte Andreas Jancar, Projektleiter der Arbeitsgemeinschaft (ARGE), die den Brückenbau bewerkstelligen wird, Details zur neuen Brücke vor.
„Wir haben jetzt einen belastbaren Zeitplan“, erklärte Elfriede Sauerwein-Braksiek. Zwar könne sie nicht den Tag für die Freigabe des Teilbauwerks nennen. Auf Nachfrage nannte sie dann den Zeitraum zwischen Juni und September 2026. Zugleich betonte sie, dass die Autobahn GmbH mit den drei Unternehmen, die die ARGE bilden, bereits gute Erfahrungen gesammelt habe.
Bei den Unternehmen handelt es sich um die Habau Group mit Sitz im oberöstereichischen Perg, die zur Habau Group gehörende MCE GmbH mit Sitzung in Linz und das deutsche Unternehmen Bickhardt Bau mit Sitz in Kirchheim.
Die neue 453 Meter lange Brücke wird an gleicher Stelle errichtet. Vier Pfeiler-Paare werden die Fahrbahnkonstruktion tragen. Die alte Rahmedetalbrücke hatte fünf Pfeiler. Ein weiterer Unterschied zur Vorgängerbrücke: Die neue Brücker wird zwei Tragwerke haben. Die alte Rahmedetalbrücke verfügte nur über ein Tragwerk.

Im Herbst dieses Jahres werde die ARGE beginnen, das Baufeld freizuräumen und Baustraßen anzulegen. Andreas Jancar rechnet damit, dass im Februar 2024 der Startschuss für den Bau der Pfeiler fallen könnte. Begonnen wird mit dem Bau der beiden äußeren Pfeiler. Wenn alle Pfeiler stehen, beginnt der Vorschub der Stahlbetonkonstruktionen für die Fahrbahn im sogenannten Taktschiebeverfahren. Sie werden an der Baustelle produziert. Zum Zeitpunkt der Teilfreigabe im Sommer 2026 sollen die Arbeiten am zweiten Tragwerk bereits weit fortgeschritten sein. „Wir haben alle Abläufe nochmals optimiert“, erklärte der Projektleiter. Rund 100 bis 120 Mitarbeiter der ARGE werden auf der Großbaustelle tätig sein.
Auch das habe dazu geführt, dass das Teilbauwerk bereits im Sommer 2026 und nicht wie ursprünglich angedacht Ende 2026 erfolgen könne, erläuterte Elfriede Sauerwein-Braksiek. „Preis, Bauzeit und Logistik sind optimal. So haben wir einiges rausgeholt.“ Zudem sei eine frühe Fertigstellung mit einem Bonus für die ARGE verbunden. Bei Verzögerungen drohe ein Malus.
Beim Spitzengespräch im Rathaus hätten sich die Vertreterinnen und Vertreter des Bundesverkehrsministeriums, der Autobahn GmbH, des Landes Nordrhein-Westfalen, des Märkischen Kreises, der regionalen und lokalen Politik sowie von Vereinen und Verbänden zufrieden über die „klare Perspektive“ geäußert, erklärte Bürgermeister Sebastian Wagemeyer. „Es gab nur positive Rückmeldungen.“
Inzwischen seien an der Baustelle 17.000 Tonnen Stahl und Beton geräumt worden, berichtete Elfriede Sauerwein-Braksiek. Rund 40.000 Kubikmeter Boden seien abgefahren worden. Etwa 70.000 Kubikmeter müssten noch geräumt werden.
Die Tierwelt habe die Ersatzquartiere gut angenommen. „Alle sind belegt.“ Auch der Nachwuchs der Wanderfalken, die noch kurz vor der Sprengung in der Brücke gebrütet hatten, sei inzwischen flügge. Die Vögel seien von Ersatzeltern aufgezogen worden.
Unter dem folgenden Link ist die Präsentation zu sehen, die beim Spitzengespräch im Rathaus gezeigt wurde.









