Im Dezember vergangenen Jahres hatte der Kreistag für 2023 auf Antrag der Fraktionen von SPD und Bündnis90/Die Grünen 12.000 Euro für das Projekt „Führerschein gegen ÖPNV-Ticket“ bewilligt. Jetzt, da Fahrpreis und Fahrplan für das Deutschlandticket endgültig feststehen sowie alle offenen Fragen rund um den Verkaufsstart geklärt sind, gab die Kreisverwaltung die Vergaberichtlinien bekannt.
Grundlage hierfür ist zunächst eine einfache Rechnung: Bei einem Monatspreis von 49 Euro für das Deutschlandticket und einer Kostenübernahme von 12 Monaten sind die 12.000 Euro ausreichend, um 20 „Umsteiger“ zu unterstützen.
Einfache Bewerbung
Wer Interesse daran hat, kann sich zwischen dem 13. März und 12. April bewerben. Hierfür ist ein Brief an den Ennepe-Ruhr-Kreis, Führerscheinstelle, Postfach 420, 58332 Schwelm oder eine E-Mail an [email protected] mit Angabe des Namens, der Anschrift und des Geburtsdatums ausreichend. Wer einen Papierführerschein eintauschen möchte, der nicht im Ennepe-Ruhr-Kreis gemacht wurde, muss diesen in Kopie einreichen.
Gehen mehr als 20 Rückmeldungen ein, werden die zur Verfügung stehenden Deutschlandtickets verlost. „Da niemand von uns einschätzen kann, wie groß die Nachfrage sein wird und weil wir ´Wer zuerst kommt, malt zuerst´ vermeiden möchten, haben wir uns für diesen Weg entschieden“, heißt es aus dem Schwelmer Kreishaus. Das Losverfahren liefere bei zu starker Nachfrage die größte Chancengleichheit.
„Saubere Fahr-Weste“ ist Voraussetzung
Wer sich erfolgreich bewerben möchte, benötigt möglicherweise nicht nur Losglück, denn es müssen zusätzlich folgende Grundbedingungen erfüllt sein: Erstwohnsitz im Ennepe-Ruhr-Kreis und kein von der Führerscheinstelle eingeleitetes oder beabsichtigtes Überprüfen der Fahreignung sowie Tatbestände, die die Eignung zum Führen eines Fahrzeugs ausschließen. Hierzu können Fahren unter dem Einfluss von Alkohol- oder Betäubungsmitteln oder mehr als sieben Punkten im Flensburger Verkehrszentralregister zählen.









