Es war die vierte Heimniederlage der Iserlohner in dieser Spielzeit in der Balver-Zinn-Arena, in die dieses Mal 4.076 Fans gekommen waren. Sie hatten große Erwartungen nach dem Last-Minute-Auswärtssieg am Sonntag bei den Grizzlys Wolfsburg, zumal die Sauerländer in der vergangenen Saison alle vier Hauptrunden-Spiele gegen die Hauptstädter gewonnen hatten. Die mit dem Zug angereisten Gäste kamen mit der Empfehlung eines klaren Heimspiels gegen die Nürnberg Ice Tigers an den Seilersee.
Aber am Tag der Deutschen Einheit kam es ganz anders. Wie schon bei der 2:7-gegen Schwenningen im ersten Heimspiel der Saison war die Begegnung schnell entschieden. Die Gäste führten bereits nach gut acht Spielminuten durch Tore von Zachary Boychuk (2), Morgan Ellis und Kai Wissmann mit 4:0. Nach den ersten drei schnellen Gegentreffern hatte Roosters-Coach Greg Poss Keeper Andreas Jenike, der bei allen Gegentoren chancenlos war, vom Eis geholt und Kevin Reich zwischen die Pfosten geschickt. Im Tor der Eisbären stand Nikita Quapp, der sein erstes Saisonspiel machte. Balasz Sebök sorgte mit seinem Tor zum 1:4 in der 15. Spielminute noch einmal für Hoffnung bei den Gastgebern. Sein Treffer wurde von den Unparteiischen erst nach Videobeweis für die Roosters gegeben.
Auch im zweiten Drittel ging die Demontage der Gastgeber gnadenlos weiter. Patrice Cormier in seinem ersten Spiel für die Hauptstädter in der 22. Spielminute und Manuel Wiederer in der 26. schraubten das Ergebnis für die in allen Belangen überlegenen Eisbären auf 6:1. Jetzt war der Widerstand der jüngsten Mannschaft der Liga endgültig gebrochen. Alles andere war dann nur noch Ergebniskorrektur. Yannick Veilleux steuerte dann noch in der 35. Spielminute noch einen Treffer zum 7:1 für die Berliner bis zum zweiten Pausentee hinzu.
Das Spannendste im letzten Drittel war für die Fans wohl die Reparatur einer zerborstenen Plexiglasscheibe. Auch der Überzahl-Treffer zum 2:7 von Michael Del Cole in der 51. Minute konnte die Laune der Roosters-Verantwortlichen nicht mehr nachhaltig verbessern, zumal Frederik Tiffels nur gut eine Minute später mit seinem 8:2 den alten Torabstand wieder herstellte und für den Endstand sorgte.
Roosters-Coach Greg Poss hatte nach dem Spiel noch keine Erklärung für die deutliche Niederlage: „Wir müssen das Spiel konzentrierter angehen. Zurzeit wechseln sich Licht und Schatten bei uns ab. Wir haben in Wolfsburg gut gespielt und müssen jetzt schnell Konstanz finden. Donnerstag geht es in München weiter.“
Die Roosters müssen bereits am Donnerstag bei Red Bull München aufs Eis, die Eisbären spielen am Freitag bei den Kölner Haien ihr Auswärtsspiel.
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