„Das ist der Wahnsinn“, freut sich Organisator Aykut Aggül. Schon am Samstagabend bekommt er das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Die Freude über die mehr als gelungene Veranstaltung steht ihm ins Gesicht geschrieben. Es ist ein Fest für alle Nachrodt-Wiblingwerder. Große und kleine, alte und junge Besucher erkunden die historische Werkssiedlung. Diese ist mächtig in Szene gesetzt worden. Aykut Aggül und sein Team haben ein Fest auf die Beine gestellt, das mehr ein Straßenfest als eine trockene Denkmal-Kulturveranstaltung ist. Die Werkssiedlung wird zur Kleinkunst-Meile, zur Konzert-Arena und zum gesellschaftlichen Treffpunkt. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken – denn Mitmachen ist bei diesem Fest explizit erlaubt.
Lichtkünstler Jörg Rost setzte in diesem Jahr deutlich mehr der markanten gelben Häuser im Herzen Nachrodts in Szene. Dabei nutzte er auch ungewöhnliche Elemente. Neben den bunten Spots, die die Häuser anstrahlen, strahlen Kronleuchter in den Bäumen, Stehlampen in der Straße und zahlreiche kleine Windlichter aus Butterbrottüten, die von den Kindern auf dem Fest gestaltet werden. Im Vorfeld hatte der Künstler erklärt: „Mir geht es darum, Räume und Plätze überraschend zu inszenieren. Wie es vorher aussah, wissen die Gäste in der Regel. Beim Tag des offenen Denkmals sollen sie den Raum neu erleben.“ Und genau das ist Jörg Rost in Nachrodt gelungen. Die Kombination aus Licht, Straßentheater und Musik lädt zum Verweilen und Genießen ein.

„Mama, guck mal, eine riesige Elfe“, das fünfjährige Mädchen kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, als plötzlich Stelzenläuferin Aurora auftaucht. Anmutig schreitet sie durch die Werkssiedlung und sorgt für einen Hauch Exotik. Sie bringt Kinder zum Staunen, scherzt mit Erwachsenen und fügt sich perfekt ins besondere Flair des Festes.
Die Kinder wissen zwischenzeitlich gar nicht, wo sie zuerst hin sollen. Die Hüpfburg lädt zum Toben ein. Am Glücksrad gibt es tolle Preise und beim Kinderschminken verwandeln sich die kleinen Besucher in Regebogen-Schmetterlinge, Elfen, Prinzessinnen, Spiderman oder Tiger. Wer eine kurze Action-Pause braucht, kann es sich in der Lounge gemütlich machen. Dort ließt Büchereileiterin Stefanie Ingenpaß Märchen vor. Und natürlich nicht irgendein Märchen, sondern ein selbstgeschriebenes, das in Nachrodt spielt. Wer gut zuhört, weiß genau, wo sich die beiden Hauptfiguren befinden. Beispielsweise bereitet eine marode Brücke große Probleme.

Am Abend geht es auf der Bühne los. Das Duo Diagonal aus Bochum sorgt für Spaß – und beweist ein gewisses Improvisationstalent. Denn eigentlich haben die Künstler ein Erwachsenen-Programm vorbereitet.
Die ersten drei Reihen sitzen jedoch voller Kinder – denn an dem schönen Spätsommerabend möchte so schnell niemand ins Bett. Kurzerhand gibt es ein Programm, das Groß und Klein gefällt. Am späteren Abend sorgt die Band Stout mit Irish Folk für Stimmung. Krönender Abschluss ist die Feuer-Show.
Fotogalerie zum Fest:










































Am Sonntag geht es mit einem großen Flohmarkt weiter. Der Andrang ist riesig. Es gab sogar mehr Anfragen für Stellplätze als möglich waren. Die Werkssiedlung verwandelte sich in eine kleine Einkaufsmeile. Claudia Rudeck und ihre Akustik-Band sorgen für musikalische Unterhaltung in der Werkssiedlung.









