„Mit geht es nicht immer um höher, schneller, weiter. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einen großen Effekt haben“, sagt Jörg Rost. Der Lichtkünstler aus Schwerte ist international aktiv. Setzt mit Lampen und Strahlern die verschiedensten Bauwerke in Szene. Aber er kümmert sich nicht nur ums Licht, sondern auch um das Gesamtbild. Nach Nachrodt bringt er zum Tag des offenen Denkmals am Samstag und Sonntag, 9 und 10. September, gleich mehrere Künstler mit. „Man muss natürlich immer ein bisschen schauen, was das Budget hergibt – das natürlich immer zu klein ist“, sagt Rost lachend. Dass eine kleine Gemeinde nicht riesen Sprünge machen könne, sei klar. Dennoch ist das Projekt für den Künstler spannend. „Ich habe mir die Häuser in Ruhe angesehen und dann einen Plan entwickelt“, berichtet er.
Was genau er vor hat, verrät er nicht. Nur so viel: „Das Flair wird in diesem Jahr ein ganz anderes sein.“ In den vergangenen Jahren waren die Häuser vor allem bunt illuminiert. Was in diesem Jahr geplant ist, bleibt ein Geheimnis. Rost ist allerdings bekannt für große Gesamtkonzepte. „Ich finde zum Beispiel Kronleuchter in Bäumen schönen“, erzählt er. Um die 100 Strahler wird er mitbringen. Neben der Bestrahlung der Gebäude wird es ein Freilichttheater geben. Insgesamt sind neun Vorführungen über das Wochenende geplant. „Mir geht es darum, Räume und Plätze überraschend zu inszenieren. Wie es vorher aussah, wissen die Gäste in der Regel. Beim Tag des offenen Denkmals sollen sie den Raum neu erleben“, betont der Künstler. Ihm ginge es vor allem darum, dass die Besucher ein gutes Gefühl mitnehmen, dass sich zuhause multipliziere. „Es geht darum, dass die Leute weitererzählen, wie toll es war. Dann ist die Veranstaltung 2024 bereits gesichert“, erklärt Rost.

Für Gänsehautmomente und Begeisterung soll unter anderem Stelzenläuferin Aurora sorgen. Mit einer Feuershow und einem Walk-Act soll sie ein magisches Flair in die Werkssiedlung bringen. Zwei junge Magier werden mit Zauberei an den Tischen und auf der Bühne begeistern.
Ebenso werden die Comedians vom Duo Diagonal aus Bochum von Tisch zu Tisch gehen. Claudia Rudeck und ihre Akustik-Band sorgen für musikalische Unterhaltung. „Die machen tolle Musik mit minimalem Aufwand und nur einem Mikrofon“, erklärt Rust. Zudem kommt mit Stout Music eine Irish-Folk-Band nach Nachrodt.

Neben den Profis tragen, wie bereits berichtet, zahlreiche heimische Akteure zum Gelingen des Fests bei. Viele Vereine, Institutionen, Kindergärten und die katholische Kirchengemeinde mit ihrer Ape sind unter anderem dabei. Möglich wird das zweitägige Fest in dieser Größe allerdings erst durch Sponsoren. 17.500 Euro gab es über Leader-Fördermittel. Das decke jedoch lediglich 80 Prozent der Gesamtsumme. Weitere 1000 Euro stammen aus dem Kulturetat der Gemeinde. 3350 Euro werden durch Sponsoren aufgebracht. Um die hat sich hauptsächlich Bürgermeisterin Birgit Tupat gekümmert. „Dieses Fest ist ein tolles Ausrufezeichen für Nachrodt-Wiblingwerde“, betonte sie im Rahmen der Scheckübergaben. Geld spendeten die Walzwerke Einsal, die Sparkasse, die Allianz, AG, die Stadtwerke Iserlohn und Zahnärztin Michaela Christodoulakis. Außerdem gibt es vom Entsorgungsbetrieb Lobbe kostenlose Müllcontainer, Mein Garten stellt die Tischdeko und Edeka Kantimm die Sitzgelegenheiten.
Der Tag des offenen Denkmals in der Werkssiedlung Langenstück wird am Samstag, 9. September, ab 15 Uhr gefeiert. Und am Sonntag, 10. September, von 12 bis 22 Uhr. Der Eintritt ist frei.









