Zum Anlass ihrer Diamantenen Hochzeit besuchte am Dienstag, 20. September, Bürgermeister Michael Brosch das Jubelpaar – und überreichte Rotwein und eine Urkunde.
Kennengelernt haben sich Johannes und Ingrid Schneider vor rund 62 Jahren im Pfingsturlaub auf einem Campingplatz in Ahrweiler – und das, obwohl sie beide ursprünglich gar nicht dort sein wollten: „Eigentlich hätte ich an dem Wochenende ein Fußballspiel gehabt. Das wurde aber abgesagt, deswegen bin ich mit meinen Eltern gefahren“, erklärt Johannes Schneider im Gespräch mit LokalDirekt. Aber auch seine Frau Ingrid hatte ursprünglich ganz andere Pläne: „Eigentlich wollte ich mit einer Freundin wegfahren. Die hatte aber erst ganz frisch den Führerschein und ich nicht allzu großes Vertrauen in ihre Fahrkünste. Deshalb habe ich mich entschieden, doch lieber meine Eltern zu begleiten.“
Zufall, Schicksal oder glückliche Fügung: Dort begegneten sich Johannes und Ingrid zum ersten Mal. „An einem Abend spielte eine Tanzkapelle – und da haben wir uns kennengelernt.“ Zwei Jahre später, am 11. September 1962, läuteten die Hochzeitsglocken für Ingrid und Johannes Schneider.
Im Jahr 1972 erfolgte dann der Umzug von Holzminden – bis dahin war Johannes Schneider dort bei der Bundeswehr – nach Halver. 1976 eröffnete Johannes Schneider seine eigene Fahrschule – und verhalf in den folgenden Jahren „sehr vielen Halveranern zum Führerschein“, wie er stolz erzählt.
Viel erlebt hat das Ehepaar Schneider in den gemeinsamen Jahren: „Wir sind immer viel gereist, waren in den USA, auf Barbados und haben eine Nilkreuzfahrt gemacht“, erzählt Ingrid Schneider weiter. Ein Hobby, das sie mit ihren zwei Töchtern und den Schwiegersöhnen teilen: „Zuletzt sind wir mit der ganzen Familie für eine Woche auf der Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern gesegelt.“
Auch Bürgermeister Michael Brosch verbindet eine besondere Anekdote mit Johannes Schneider: „Ich habe nicht nur in seiner Fahrschule den Führerschein gemacht, sondern bin ihm kurze Zeit nach bestandener Fahrprüfung in Lüdenscheid an einer roten Ampel ins Auto gefahren“, wie er lachend zum Besten gibt.
Besonders viel Freiraum, erklärt Ingrid Schneider, hätten sie nie gebraucht: „Wir haben immer alles zusammen gemacht und sind uns nur ganz selten auf die Nerven gegangen.“










