Es geht weiter bergauf: Ohne eine Handvoll Leistungsträger nimmt der Handball-Drittligist am Samstagabend, 21. Februar, beim 31:31 (18:20) einen überaus wichtigen Punkt aus dem Münsterland mit ins Sauerland - verdient gewesen wären zwei.
Obgleich die Dragons auch nach Münster stark ersatzgeschwächt angereist waren - neben Erik Blaauw und Julian Thomas fehlten auch Felix Jaeger und Luis Buschhaus - übernahmen sie auf der Platte der Eichendorffschule früh das Kommando. Ohne Chefcoach Sascha Simec, der privat verhindert war, nutzte die SGSH die defensive Passivität der Hausherren konsequent, kam mit einfachen Kreuzbewegungen und schnellem Umschaltspiel zu klaren Würfen und zog zwischenzeitlich bis auf 12:7 davon (14.). Beide Torhüter der Hausherren bekamen im ersten Abschnitt kaum eine Hand an den Ball, die SGSH machte Dampf und traf die TSG immer wieder, wo es weh tat. Zur Pause pirschten sich die Gastgeber wieder auf zwei Tore heran. Eigentlich zu knapp für das, was die Sauerländer bis dorthin spielerisch auf die Platte gebracht hatten - und ebenso zu knapp aufgrund der oft gesehenen Leichtfertigkeit im Umgang mit komfortablen Führungen der Sieben von Simec, Jonovski und Criciotoiu.
SGSH belohnt sich nicht final für eine gute Leistung
Nach dem Seitenwechsel blieb der Druck zunächst hoch, die Dragons kamen gut aus der Kabine und erwarfen sich wieder einen Vier-Tore-Vorsprung (20:24, 36.). Münster hielt zwar weiterhin Schlagdistanz, fand aber zunächst kein Mittel gegen das variable Angriffsspiel der SGSH. Eine gut getimte Auszeit der SGSH sorgte noch einmal für Schwung, bei dann wieder vier Toren vor schien der Auswärtserfolg nach den Treffern von Igor Panisic, Julian Athanassoglou und Max Jaeger - mit zehn Toren der beste SGSH-Schütze - in greifbarer Nähe (25:29, 48.). Jetzt nahm auch die TSG das Timeout - und stellte sich für die Crunch Time völlig neu auf. In Überzahl vergab erst Max Jaeger und wenig später auch Bruder Philipp vom Strich (50./57.), die Gastgeber standen nun deutlich besser und zwangen die Dragons zu schwierigen Würfen, die den Weg ins Ziel nicht mehr so sicher fanden.
So kam es gute zwei Minuten vor dem Ende der Partie erstmals seit dem 2:2 aus der vierten Minute wieder zu einem Gleichstand auf der Platte (30:30, 58.). Auf das 30:31 durch Max Jaeger hatte die TSG die passende Antwort parat, die beiden letzten Versuche beider Sieben sollten ungenutzt bleiben. Damit steht nach 21 Partien das erste Remis der laufenden Saison in den Büchern. Das Fazit bleibt derweil ambivalent: Angesichts der personellen Sorgen ist der Zähler gemessen am Saisonverlauf ein Erfolg; im Hinblick auf die - erneut - lange Führung allerdings auch eine verpasste Chance, wenngleich die Dragons den Abstand auf das rettende Ufer um einen Zähler auf vier Punkte verkürzen konnte. So oder so: Die kommenden Aufgaben bieten weitere Gelegenheiten, aus guten Leistungen mehr zu machen und im Endspurt noch über den Strich zu klettern.
Match Facts
TSG Münster 31:31 SGSH Dragons
SGSH Dragons: Bach, Gipperich (7), Panisic (1), Gernus, Pacek (2), Plate, Austermann, N. Jannack, L. Jannack, Athanassoglou (2), Börner (4), Klinkby-Knudsen, P. Jaeger (5/1), Voss, M. Jaeger (10/4).
Schiedsrichter: Lars Salles, Dominik Salles.
Siebenmeter: TSG 5/6 (verworfen: Weber/1) - SGSH 5/8 (verworfen: P. Jaeger/1, M. Jaeger/2)
Zeitstrafen: TSG 3 - SGSH 6









